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Finger weg von illegalem Feuerwerk

Feuerwerk am Nachthimmel
(© pixabay.com)

Wer aus vergangenen Jahren noch Böller, Raketen und Co. zuhause hat, sollte aus Sicherheitsgründen darauf achten, dass es sich um zugelassene Artikel handelt. Erfahren Sie, woran Sie diese erkennen.
Feuerwerk am Nachthimmel
(© pixabay.com)

Pandemiebedingt haben Bund und Länder auch in diesem Jahr ein bundesweites Feuerwerks- und Versammlungsverbot zu Silvester beschlossen. Sachsen hat den Beschluss in der aktuellen Corona-Notfallverordnung umgesetzt. Demnach gilt sachsenweit ein Feuerwerksverbot an öffentlichen Plätzen. Auf privaten Grundstücken ist das Abbrennen legaler Pyrotechnik im vorgegebenen Zeitrahmen erlaubt. Bitte informieren Sie sich entsprechend! Es ist aber sowohl am Silvester- als auch am Neujahrstag untersagt, pyrotechnische Erzeugnisse der Kategorie F2 außerhalb der Unterkunft mit sich zu führen.

Nach der schon letztes Jahr untersagten traditionellen „Silvesterböllerei“ auf öffentlichen Plätzen gibt es ganz sicher in den einzelnen Haushalten noch zahlreiche Böller, Raketen und andere Pyrotechnik, welche auf ihren Einsatz warten. Erfahrungsgemäß sind unter diesen Artikeln leider auch immer wieder nicht konformitätsbewertete oder erlaubnispflichtige Produkte, welche über das Internet oder aber auf ausländischen Märkten erworben wurden. Auch wenn unter Umständen auf privatem Grund geböllert werden darf, sollten nachfolgende Tipps des Landeskriminalamtes Sachsen beachtet werden.

 

Daran erkennen Sie sicheres Feuerwerk

Für den deutschen Markt zugelassene Feuerwerkskörper müssen ordentlich gekennzeichnet sein und einen Konformitätsnachweis (Prüfung der Materialien und Handhabungssicherheit durch eine zertifizierte Prüfstelle) haben. Erkennen kann man das an einer deutlich lesbaren CE-Kennzeichnung, deren markantester Bestandteil ein CE-Zeichen darstellt, wie es auch bei technischen Geräten Anwendung findet. Allerdings weist der Zoll darauf hin, dass solche Zulassungszeichen auch gefälscht sein können.

Wer nicht geprüfte Feuerwerkskörper, also ohne CE-Kennzeichnung verwendet, gefährdet nicht nur die Gesundheit und das Leben anderer, sondern vor allem sich selbst. Lassen Sie sich nicht von der geringen Größe der Artikel täuschen lassen. Aufgrund der enthaltenen Stoffgemische können selbst kleine Knallkörper von der Größe einer R6-Batterie eine verheerende Wirkung entfalten.

Auch der unsachgemäße Gebrauch von Pyrotechnik kann weitreichende Folgen haben. Ist der Schaden dann auch noch durch ein nicht zertifiziertes Produkt entstanden, drohen Strafanzeige, Gerichtsverfahren und Verurteilung. Wenn der Knaller im Wohnzimmer landet, der Schuppen des Nachbarn durch eine fehlgeleitete Rakete in Brand gesetzt wird oder gar eine Person durch einen Knallkörper zu Schaden kommt, kann eine Schadensersatz-Zahlung durchaus mehrere tausend Euro betragen.

Dem Wunsch nach lauteren Knallkörpern und Feuerwerksbatterien mit immer brillanteren Effekten sind seit 2009 europaweit einheitliche gesetzliche Grenzen gesetzt. Für eine sichere und legale Verwendung von Feuerwerkskörpern ist nicht ihre Herkunft entscheidend, sondern einzig, ob diese Gegenstände, egal ob Tischfeuerwerk, Rakete oder Knaller, ein amtliches Prüfverfahren mit der Bezeichnung „Konformitätsbewertungsverfahren“ durchlaufen haben.

Ist dies geschehen und erfolgreich abgeschlossen, erfolgt eine deutlich lesbare CE-Kennzeichnung. Die Übergangsfrist für die altbekannte „BAM-Nummer“ endete bereits Mitte des Jahres 2017. Bitte beachten Sie, dass eventuelle „Altbestände“ von Feuerwerkskörper mit dieser alten Kennzeichnung nicht mehr verwendet werden dürfen.

 

Ihre Polizei empfiehlt deshalb:

  • Verwenden Sie entsprechend den aktuell gültigen Bestimmungen nur Feuerwerkskörper, die zweifelsfrei geprüft und entsprechend gekennzeichnet sind (CE-Kennzeichnung).
  • Sollten Sie im Ausland Feuerwerkskörper erworben haben, so achten Sie bitte nicht nur auf das CE-Zeichen, sondern auch auf die „Kategorie“. In Deutschland dürfen Sie ohne eine Erlaubnis nur Feuerwerk der Kategorien F1 und F2 verwenden.
  • Wenn Pyrotechnik nicht gekennzeichnet ist: Hände weg!
  • Lesen Sie die auf der Verpackung oder den Feuerwerkskörpern angebrachten Gebrauchsanweisungen vor dem Abbrennen und halten Sie diese auch ein.
  • Basteln Sie nicht an Feuerwerkskörpern herum und haben Sie diesbezüglich ein wachsames Auge auf ihre Kinder. Auch durch das Bündeln, Öffnen oder „Frisieren“ von Feuerwerk passieren jährlich Dutzende schwere Unfälle.
  • Zünden Sie Artikel, die nur zur Verwendung im Freien bestimmt sind, weder in geschlossenen Räumen, noch in der Nähe offener Fenster.
  • Ein Balkon ist grundsätzlich kein geeigneter Ort für die Verwendung von Feuerwerkskörpern, insbesondere nicht zum Starten von Raketen.
  • Werfen Sie Feuerwerkskörper nie auf Personen, Tiere, Gebäude, Fahrzeuge oder brennbare Gegenstände.
  • Finger weg von sogenannten „Blindgängern“, halten Sie Abstand und versuchen Sie keinesfalls, diese Artikel erneut zu zünden!
  • Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände! Das Mindestalter für Gegenstände der ungefährlichsten Kategorie F1 beträgt 12 Jahre.
  • Nutzen Sie die bei zahlreichen Sortimenten beigelegten Anzündmittel (sogenannte Anzündstäbchen). Diese funktionieren sicherer als ein flackerndes Streichholz.
  • Starten Sie Silvesterraketen stets senkrecht nach oben und nur aus einer sicheren Vorrichtung heraus, z. B. einer leeren Flasche in einem Getränkekasten oder einem am Gartenzaun befestigten Kunststoffrohr. Achten Sie darauf, dass die Raketen ungehindert aufsteigen können – Dachüberstände oder Bäume können die Raketen wieder nach unten leiten.
  • Beachten Sie, dass Teile der Rakete auch wieder zu Boden fallen (nicht nur der Leitstab!) und dort Schäden hervorrufen können, für die Sie als Verursacher haften.
  • Schließen Sie beim Verlassen der Wohnung die Fenster.

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Kontakt zum LKA Sachsen

Staatsanwaltschaften des Freistaates Sachsen

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Staatsanwaltschaft des Freistaates Sachsen.

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