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Zwickau: Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 – Gesamtkriminalität gesunken und Aufklärungsquote weiterhin hoch – Polizeidirektion Zwickau einer der sichersten Bereiche Sachsens

Medieninformation: 180/2018
Verantwortlich: Oliver Wurdak
Stand: 26.03.2018, 17:26 Uhr

Polizeiliche Kriminalstatistik 2017: Gesamtkriminalität gesunken und Aufklärungsquote weiterhin hoch – Polizeidirektion Zwickau einer der sichersten Bereiche Sachsens

 

Zwickau – (ow) Die Polizeidirektion Zwickau ist, gemessen an der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2017, wiederholt die Direktion mit der niedrigsten Kriminalitätsrate in Sachsen. Diese bemisst sich nach der sog. Häufigkeitszahl – der Anzahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner. Bei insgesamt 28 890 (- 3 305/- 10,3 %) registrierten Straftaten beträgt sie für den Direktionsbereich 5 223 und auf die Landkreise bezogen für den Vogtlandkreis 6 001 und für den Landkreis Zwickau 4 664. Zum Vergleich: Im Freistaat Sachsen liegt diese bei 7 917. Zu konstatieren ist weiterhin, dass die Aufklärungsquote von 61,1 % im Vergleich zum Vorjahr (61,9 %) zwar leicht gefallen ist, aber sachsenweit immer noch einen Spitzenplatz einnimmt.

Die Gemeinden mit der höchsten bzw. geringsten Kriminalitätsbelastung im Direktionsbereich liegen beide im Vogtland. So beträgt die Häufigkeitszahl für die Stadt Plauen 11 322 und für die Gemeinde Bösenbrunn 673. Zum Vergleich: Für den Landkreis Zwickau trifft dies auf die Stadt Zwickau (7 646) bzw. die Gemeinde Hartmannsdorf b. Kirchberg (1 113) zu. In der Gesamtschau konzentrieren sich die Kriminalitätsschwerpunkte auf die großen Städte sowie die Gemeinden entlang der Autobahnen.

Schwerpunkte des Kriminalitätsgeschehens waren 2016 insbesondere die Einbrüche in Wohnungen, die Diebstähle von Kraftwagen, die Gewaltkriminalität und die Rauschgiftkriminalität. Für 2017 ist ein verändertes Bild zu zeichnen.

In Bezug auf die Einbrüche in Wohnungen setzte sich der in 2016 bereits einsetzende rückläufige Trend fort. So gingen diese Straftaten in 2017 insgesamt um etwa ein Viertel zurück (- 115/- 25,6 %) und bewegen sich damit wieder auf dem Niveau wie vor etwa fünf Jahren. Insbesondere sind größere Serien von banden- oder gewerbsmäßig handelnden Tätergruppen ausgeblieben.

Nachdem die besonders schweren Fälle des Diebstahls von Kraftwagen im Jahr 2016 einen Höchststand erreicht hatten, ging auch dieses Kriminalitätsphänomen in 2017 deutlich zurück. Es wurden etwa ein Drittel weniger Kraftwagen (- 52/- 32,5 %) gestohlen, so dass mittlerweile wieder das Niveau wie vor etwa zehn Jahren erreicht ist. Hierbei zeigte u. a. die sachsenweit enge Zusammenarbeit aller Polizeidienststellen unter Koordinierung der Soko Kfz des Landeskriminalamtes Sachsen ihre Wirkung.

Im Hinblick auf die Gewaltkriminalität ist zwar auch in 2017 ein Anstieg zu verzeichnen, jedoch hat er sich mit einem Zuwachs von lediglich 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr (+ 10,5 %) deutlich abgeschwächt (2016: 830 Fälle; 2017: 841 Fälle). Zudem hat die Gewaltkriminalität lediglich einen Anteil von 2,9 % am Gesamtaufkommen der Straftaten. Hinsichtlich der ermittelten Tatverdächtigen (TV) im Bereich der Gewaltkriminalität ist der Anteil der nichtdeutschen TV von 28,4 % (231 TV) auf 27,7 % (226 TV) gesunken.

Bei der Rauschgiftkriminalität handelt es sich um sog. Kontrollkriminalität. Diese bewegt sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Zwickau auf etwa gleich bleibendem Niveau. So wurden 2016 1 196 und 2017 1 192 Fälle bekannt. Den Schwerpunkt dabei bilden nach wie vor die Delikte im Zusammenhang mit Crystal (2016: 425 Fälle; 2017: 350 Fälle) und Cannabis (2016: 415 Fälle; 2017: 567 Fälle). Innerhalb dieses Schwerpunktes war dabei eine Verschiebung weg vom
Crystal (- 17,6 %) und hin zum Cannabis (+ 36,6 %) festzustellen.

Der Kampf gegen die illegalen Drogen mit der zugehörigen Präventionsarbeit ist nach wie vor eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dabei wird die Polizei auch weiterhin ihren Anteil leisten und bspw. die Drogenprävention in den Schulen ab der Klassenstufe fünf durchführen, um bereits im Jugendalter zu sensibilisieren und auf die Gefahren und nicht abschätzbaren Folgen der Drogen bzw. des Drogenkonsums hinzuweisen.

2017 konnten insgesamt 11 412 Tatverdächtige ermittelt werden, das sind
1 775 Personen oder 13,5 % weniger als im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch die Anzahl der Straftaten um 10,3 % zurückgegangen ist. Der Anteil tatverdächtiger Nichtdeutscher – unter Außerachtlassung der Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen – am Gesamtaufkommen der TV beträgt dabei 17,2 % (1 843 TV) und ist damit um 0,9 Prozentpunkte (36 TV) im Vergleich zu 2016 gestiegen. Der Anteil Nichtdeutscher an der Gesamtbevölkerung Sachsens macht etwa 4,2 % aus. Am häufigsten stammen die nichtdeutschen TV – wiederum unter Außerachtlassung der Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen – aus folgenden zehn Herkunftsländern: Syrien (203 TV), Libyen (145 TV),
Afghanistan (137 TV), Rumänien (132 TV), Polen (101 TV), Georgien (100 TV), Tschechien (90 TV), Irak (73 TV), Tunesien (70 TV) und Russland (66 TV).

Polizeipräsident Conny Stiehl: „Es freut mich, dass ich wiederholt feststellen kann, dass die Menschen im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau in einem der sichersten Bereiche Sachsen leben. Dies ist nicht zuletzt auf die gute Zusammenarbeit der Beamtinnen und Beamten der Polizeidirektion Zwickau mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gemeinde- und Stadt- sowie den Landkreisverwaltungen zurückzuführen. Daran werde ich festhalten.“


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