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Schwarzenberg: Erneute DNA-Reihenuntersuchung im Fall der toten Babys von Schwarzenberg (Januar 2011) und Rotava (Juni 2012)

Medieninformation: 520/2018
Verantwortlich: Oliver Wurdak
Stand: 28.08.2018, 15:21 Uhr

Erneute DNA-Reihenuntersuchung im Fall der toten Babys von Schwarzenberg (Januar 2011) und Rotava (Juni 2012)

Schwarzenberg
– (ow) Nach wie vor laufen die strafrechtlichen Ermittlungen, welche die Zwickauer Mordkommission im Januar 2011 aufgenommen hat, als ein totes Baby in einem Kleiderspendencontainer im Wohngebiet Sonnenleithe gefunden worden war. Dem Jungen wurde später der Name Max Winter gegeben. Nun werden diese Ermittlungen wieder intensiviert und ca. 320 Frauen aus dem Wohngebiet Sachsenfeld eingeladen, sich am Wochenende 8./9. September zwischen 9 Uhr und 16 Uhr im Schulkomplex an der Sachsenfelder Straße des Schwarzenberger Wohngebiets Sonnenleithe einzufinden und ihre DNA-Probe abzugeben. Sollten diese Termine nicht wahrgenommen werden können, so kann die DNA-Probe auch in der Zeit vom 17. bis 21. September, jeweils zwischen 7 Uhr und 18 Uhr im Polizeistandort Schwarzenberg an der Straße der Einheit abgegeben werden. Auch dort werden Beamte der Zwickauer Mordkommission zur Stelle sein.

Mit dieser neuerlichen DNA-Reihenuntersuchung sollen die im näheren Wohnumfeld des Fundortes von Max Winter noch bestehenden Lücken in Bezug auf dort wohnhafte Frauen, die zum Tatzeitpunkt vom Alter her als mögliche Kindesmutter in Betracht kommen, geschlossen werden. Denn die Kriminalisten gehen nach wie vor davon aus, dass die Kindesmutter einen räumlichen Bezug zur Ablagestelle des toten Babys in Schwarzenberg hat.

Wie wichtig es ist, die Kindesmutter nun endlich ausfindig zu machen zeigt die Tatsache, dass knapp anderthalb Jahre nach dem Tötungsverbrechen an Max Winter sein Bruder – ebenfalls im Neugeborenenalter – tot nahe Rotava in der Tschechischen Republik gefunden wurde. Es bleibt zu hoffen, dass es kein weiteres totes Baby gibt. Die Ermittler der Zwickauer Mordkommission werden die Bemühungen zur Klärung der Fälle nicht eher aufgeben, bevor die Eltern der Babys namentlich bekannt sind.

Die Polizei wendet sich an alle, welche Hinweise auf damals schwangere Frauen geben können, welche später kein Baby hatten oder über sonstige Verdachtsansätze in Bezug auf die beiden Todesfälle verfügen:
  • Bitte wenden Sie sich an die Polizei! Bei Bedarf werden diese Hinweise auch diskret behandelt.
  • Haben Sie keine Angst vor falschen Anschuldigungen, denn mit der DNA können eindeutig und zweifelsfrei nicht zutreffende Hinweise sicher ausgeschlossen werden.
  • Lassen Sie sich nicht durch die relativ lange Zeitspanne seit der Kenntniserlangung der Verdachtsansätze von einer Preisgabe der Hinweise abhalten! Es ist noch nicht zu spät, jetzt die Arbeit der Polizei zu unterstützen. Auf der anderen Seite sollte die Kindesmutter nicht länger durch das Verschweigen der Hinweise unterstützt werden.
  • Auch die für Hinweise, die zur Ermittlung der Kindesmutter führen, ausgelobte Summe von 5.000 Euro besteht nach wie vor.

Hinweise werden jederzeit durch die Zwickauer Kriminalpolizei entgegen genommen, Telefon 0375 4284480.

Die Kindesmutter selbst wird erneut aufgerufen, sich der Polizei – im besten Fall im Beisein eines Rechtsanwalts – zu stellen und die Dinge aus ihrer Sicht darzulegen.


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