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Einsatz Komplexkontrollen an der Bundesgrenze

Verantwortlich: Torsten Jahn (tj)
Stand: 08.04.2019, 23:45 Uhr

 

Einsatz Komplexkontrollen an der Bundesgrenze

Polizeidirektion Görlitz,
Landkreis Görlitz, Bundesgrenze zur Republik Polen
08.04.2019, 16:00 Uhr - 23:00 Uhr

Ab Montagnachmittag bis in die Nacht zum Dienstag fanden im Landkreis Görlitz Komplexkontrollen an allen Grenzübergängen zur Republik Polen statt. Ziel war die Bekämpfung der Kriminalität mit Schwerpunkt der Kfz- und Eigentums-Kriminalität.

Die Kontrollen erstreckten sich von Bad Muskau bis Zittau. Entlang der Neiße-Grenze kamen Beamte der Polizeidirektion Görlitz und der Bereitschaftspolizei Sachsen sowie der Bundespolizei und des Zolls zum Einsatz.

Ein Polizeihubschrauber in der Luft und am Boden die Reiterstaffel sowie mehrere Spürhunde unterstützen die Polizisten an den Kontrollstellen.

In der Zeit von 16:00 Uhr bis 23:00 Uhr kontrollierten 381 Beamte entlang der deutsch-polnischen Grenze rund 1.154 Fahrzeuge und etwa 1.177 Personen. Dabei stellten die Polizisten 15 Straftaten fest.

Darunter waren unter anderem zweimal Verdacht der Hehlerei, acht Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, ein Verstoß gegen das Waffengesetz, zwei Verkehrsstraftaten und zwei Diebstahlsdelikte. Darüber hinaus wurden drei Haftbefehle vollstreckt.

Insgesamt 15 Verstöße gegen das Straßenverkehrsgesetz beanzeigten die Polizeibeamten gegen Fahrzeugführer, welche unter Einwirkung von berauschenden Mitteln (12 Feststellungen) und unter Einfluss von Alkohol (drei Feststellungen) ihren Pkw lenkten.

An der Stadtbrücke in Görlitz stellten die Beamten gegen 17:00 Uhr bei zwei Fußgängern den illegalen Besitz von Betäubungsmitteln fest. Die zwei Männer hatten Crystal bei sich. Ein Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss von Drogen. Für ihn endete die Fahrt. Eine Blutentnahme folgte.

Kurz nach 19:00 Uhr fiel den Ordnungshütern bei der Kontrolle eines Radfahrers ein Schlagring in die Hände. Der Mann wird sich nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Auf dem Parkplatz Neiße an der BAB 4 herrschte ebenfalls reger Verkehr. Die Kontrollbeamten stellten hier unter anderem zwei Fahrzeugführer, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen, fest.

Ein 44-Jähriger fuhr mit seinem Pkw alkoholisiert und ohne Fahrerlaubnis in die Kontrollstelle. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 1,18 Promille.

Weiterhin entdeckten Beamte der Bundespolizei im Laderaum eines Transporters 150 zum Teil neuwertige Fahrzeugreifen. Der Verdacht der Hehlerei gegen die zwei Männer (29 und 41 Jahre) bestand. Die Reifen wurden sichergestellt.

Wegen des Besitzes anaboler Steroide hat sich eine weitere Person zu verantworten. Die mitgeführte Menge überstieg das erlaubte Maß um das Einundzwanzigfache.

Zudem fiel den Ordnungshütern ein per Haftbefehl gesuchter 55-jähriger Mann in die Hände. Sein Auto war zum Einen mit gestohlenen Kennzeichen versehen. Weiterhin führte er sein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest ergab einen  Wert in Höhe von 1,48 Promille. Ferner konnte er eine geforderte Geldsumme von 2.400 Euro nicht entrichten und wurde daher in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

Am späten Abend besuchte der Staatssekretär Prof. Dr. Schneider den Führungsstab der PD Görlitz und wohnte persönlich den Kontrollmaßnahmen auf der BAB 4 bei.

Anlage: drei Lichtbilder


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