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Bombenfund im Tagebau Vereinigtes Schleenhain/ Drei Tatverdächtige gestellt – Pyrotechnik sichergestellt

Verantwortlich: Philipp Jurke (pj), Katharina Geyer (kg),
Stand: 30.03.2020, 17:32 Uhr

Bombenfund im Tagebau Vereinigtes Schleenhain

Ort:        Groitzsch, OT Pödelwitz, Tagebau Vereinigtes Schleenhain

Zeit:       30.03.2020, gegen 02:45 Uhr (Feststellung durch Mitarbeiter)

 

Am frühen Montagmorgen wurde im Tagebau „Vereinigtes Schleenhain“ im Ortsteil Pödelwitz eine 125 kg Fliegerbombe britischer Bauart aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Die Bombe wurde durch einen Baggerfahrer noch in den Nachtstunden auf einem Abraumband gefunden. Sofort nach dem Fund wurde durch den Betreiber im Tagebau ein Sperrradius von 1.000 Metern veranlasst und die Polizei informiert. Die Beamten aktivierten ihrerseits den Kampfmittelbeseitigungsdienst, der dann vor Ort erschien, um die Bombe selbst in Augenschein zu nehmen. Es stellte sich heraus, dass der Zustand der Fliegerbombe als recht desolat bewertet werden musste. Selbst die kleinste Bewegung der Bombe auf dem Abraumband hätte dazu führen können, dass sie detoniert. Außerdem war der Zünder bereits so sehr beschädigt, dass eine Entschärfung vor Ort unmöglich wurde. Es wurde entschieden, den Sperrradius auf 1.400 Meter zu erweitern. Nun mussten insgesamt 41 Personen aus Pödelwitz und Kieritzsch evakuiert werden.

Nachdem sämtliche Personen (inklusive der Einsatzkräfte der Polizei und der Mitarbeiter des Tagebaus) den Tagebau verlassen hatten, machten sich die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes daran, sich näher mit der Bombe zu befassen. Gegen 15:45 Uhr stand fest: Die Bombe konnte mit einigen Hindernissen gesprengt werden. Dies bedeutet Folgendes: Da es sich bei der Bombe um einen Sprengkörper mit Langzeitzünder handelte, gibt es in solchen Fällen nur eine eingeschränkte Handlungsweise. Für gewöhnlich bedeutet dies, dass die Bombe unter keinen Umständen bewegt werden darf und gesprengt werden muss. Da sich die Fliegerbombe aber auf einem Förderband innerhalb des Tagesbaus befand und damit die umgebende Technik massiv gefährdet war, schlug der Sprengmeister eine alternative Vorgehensweise vor, die mitunter zum Erfolg führen kann. Und zwar sollte der bereits beschädigte Zünder abgesprengt werden, um so die Detonation der Bombe zu verhindern. Nach einer nüchternen Einschätzung des Sprengmeisters bestehe die Chance für eine schadlose Sprengung bei etwa 10%. Während der Arbeiten an der Bombe, unter Einhaltung des Sperrkreises, ließ sich die Bombe jedoch nicht auf diesem Wege „entschärfen“, sondern explodierte komplett. Dabei wurde auch Fördertechnik des Tagebaues beschädigt. Über die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nichts gesagt werden. Der Sperrkreis war zu jeder Zeit ausreichend groß gewählt worden, sodass in keinem Fall Außenstehende in Gefahr waren.

Der Sperrkreis konnte wieder aufgehoben werden und alle Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. (KG)

 

Corona - Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Allgemein-verfügung

Im Vergleich zu den vorherigen Tagen gab es in den letzten 24 Stunden mit insgesamt 21 Einsätzen deutlich weniger Anlass für die Polizei, wegen „Corona-Bezug“ und zur Durchsetzung der Allgemeinverfügung im Stadtgebiet Leipzig sowie in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig einzuschreiten. Ob dies an dem wachsenden Verständnis der Bevölkerung für den Infektionsschutz oder an den Witterungsverhältnissen lag, bleibt aber abzuwarten.

 

Drei Tatverdächtige gestellt – Pyrotechnik sichergestellt

Polizeibeamte konnten am Sonntag gegen 20:00 Uhr in der Connewitzer Teichstraße drei junge Männer feststellen. Sie stehen im Verdacht, sich mit anderen, derzeit noch unbekannten Personen, unter Verstoß gegen die anlässlich der Corona-Pandemie erlassenen Allgemeinverfügungen in der Teichstraße versammelt und dort zudem auch Pyrotechnik gezündet zu haben.

Mit Eintreffen der Polizei löste sich die ca. 15-köpfige Gruppierung auf und die Personen flüchteten in angrenzende Nebenstraßen. Den Beamten gelang es, drei Tatverdächtige (20, 24, 30) zu stellen. Bei einer Person wurden neben einer Sturmhaube und Handschuhen auch Pyrotechnik und ein Rauchgenerator gefunden.

Im Zuge der Tatortbereichsfahndung konnten zwar keine weiteren beteiligten Personen festgestellt werden, jedoch wurde weitere nicht umgesetzte Pyrotechnik sichergestellt.

Gegen die drei jungen Männer wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt. Sie erhielten nach Ende der polizeilichen Maßnahmen vor Ort einen Platzverweis. Da ein politisch motivierter Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden kann, hat die Soko "LinX" des Landeskriminalamts Sachsen die Ermittlungen übernommen.

 

Party in Grünau

Am gestrigen Abend, gegen 19:00 Uhr wurde der Polizei durch einem Hinweisgeber mitgeteilt, dass sich in Leipzig-Grünau mehrere Personen in einer Wohnung aufhalten und lautstark feiern würden. In der Wohnung wurden durch die Beamten sechs Personen angetroffen: die 38-jährige Wohnungsmieterin und ihr 32-jährigen Lebensgefährte sowie noch vier weitere Personen (58 m; 53 w; 32 m; 21 w). Diese Personen wurden aufgefordert, die Wohnung aufgrund der bestehenden Allgemeinverfügung zu verlassen und angesichts ihres Verstoßes belehrt.

 

 

Einbruch in Geschäft – Tatverdächtiger flüchtet vor Polizei

Ort:      Torgau, Eilenburger Straße

Zeit:     28.03.2020, gegen 13:00 Uhr bis gegen 17:45 Uhr

 

Unbekannte brachen am Samstag ein Fenster zu einer Werkstatt in Torgau auf und drangen in die Geschäftsräume ein. Sie entwendeten einen E-Scooter des Typs BMW X2 City sowie eine Automatikuhr im unteren vierstelligen Wert. Kurz nach Mitternacht kontrollierten Polizisten einen Mann (19, deutsch) in der Eilenburger Straße. Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen vor Ort ergaben sich Hinweise, dass der 19-Jährige mit dem Diebstahl im Zusammenhang stehen könnte. Das Diebesgut hatte er jedoch nicht dabei. Außerdem ergaben sich weitere Hinweise auf einen zweiten Mann, der der Polizei bereits durch andere Diebstahlsdelikte bekannt ist. Daraufhin bestreiften die Beamten die nähere Umgebung und nahmen gegen 01:30 Uhr im Kreuzungsbereich Sindelfinger Straße/Eilenburger Straße einen schwarzen SUV wahr. Als Fahrer konnte der von den Beamten vermutete, polizeibekannte Mann identifiziert werden. Als er die Beamten sah, gab er sofort Gas, um sich einer Kontrolle zu entziehen. Trotz mehrfach gesetzter Anhaltesignale flüchtete der Mann auf der B 87 stadtauswärts in Richtung Eilenburg. Der schwarze SUV fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Ortslagen Mockrehna und Doberschütz. Während der Verfolgung gelang es den Beamten sowohl den Fahrzeugtyp als auch die Kennzeichen des Fahrzeugs zu erfassen. Es handelte sich bei dem SUV wahrscheinlich um einen Hyundai Tucson, der am 27.03.2020 bei einem Diebstahl in Grimma entwendet worden war. Auch die Kennzeichen waren gestohlen und gehörten nicht an den SUV. Auf der B 87, in Höhe des Abzweigs Sprotta, hatte die Polizei eine Straßensperre errichtetet. Dem flüchtenden Fahrer gelang es, die Sperre zu umfahren und die Fahrt auf der B 87 und anschließend auf der S 11 in Richtung Wurzen fortzusetzen. In der Ortslage Thallwitz verloren die Beamten den SUV schließlich aus den Augen. Bei der anschließenden Suche im Bereich kam ein Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz. Doch auch dieser konnte das Fahrzeug nicht mehr feststellen. Die Außenstelle der Kriminalpolizeiinspektion in Torgau hat die Ermittlungen aufgenommen. (pj)

 

 


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