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Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Corona-Verordnung/ Verkehrsunfall mit schwerverletzter Person

Verantwortlich: Mariele Koeckeritz (mk), Sandra Freitag (sf), Alexander Bertram (ab)
Stand: 08.04.2020, 15:40 Uhr

Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Corona-Verordnung

Im Stadtgebiet Leipzig sowie in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig verzeichnete die Polizeidirektion Leipzig zur Durchsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung insgesamt 70 Einsätze. Schwerpunkte waren weiterhin auf Treffen von mehreren Personen in Innenhöfen, Spielplätzen, Parks und an den verschiedensten Einkaufsmärkten und Spätverkaufsstellen. Die Polizei musste aber auch zu mehreren Feiern und Zusammenkünften in Wohnungen ausrücken. Bei den meisten Zuwiderhandlungen genügte ein Hinweis durch die Beamten; in Einzelfällen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Einige ausgewählte Sachverhalte:

Über Notruf wurde der Polizeidirektion Leipzig am gestrigen Abend, gegen 21:45 Uhr bekannt, dass eine Person entlang der Autobahn A 14 laufen soll. Polizeibeamte stellten zwischen den Anschlussstellen Naunhof und Dreieck Parthenaue einen Mann fest, der auf dem Standstreifen der Autobahn in Richtung Magdeburg lief. Die lebensgefährliche Wanderung wurde beendet. Der 27-Jährige äußerte, dass er eigentlich von Naunhof nach Leipzig laufen wollte. Die Beamten erklärten ihm die Gefährlichkeit seines Tuns und erhoben an Ort und Stelle ein Verwarngeld. Anschließend brachten die Beamten den Mann zu einer nahegelegenen Bushaltestelle, damit er von dort zurück in seine Wohnung fahren konnte. Gegen 03:30 Uhr traf eine Streife denselben Mann auf der Autobahn A 38 an, wie er in Richtung Dresden lief. Er gab an, dass er sich verlaufen hätte und nicht mehr zurück finden würde. Nach erfolgter Anzeige brachten die Beamten den 27-Jährigen nach Leipzig zurück.

In Leipzig-Volkmarsdorf hielt sich am gestrigen Abend eine größere Menschengruppe in der Nähe einer Turnhalle auf. Mitarbeiter der operativen Gruppe des Ordnungsamtes baten die Polizei zur Unterstützung bei der Feststellung der Personalien, da diese gegen die Corona-Verordnung verstießen. Die insgesamt 15 Personen kamen zunächst weder der Aufforderung nach, den Platz zu verlassen, noch gaben sie ihre Personalien bekannt. Erst mit Eintreffen von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei beruhigte sich die Situation, so dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Maßnahmen durchführen und durchsetzen konnten.

Am Nachmittag erhielten die Beamten einen Anruf, dass eine Gruppe mehrerer Personen auf  einer Grünfläche an der Landsberger Straße/ Ecke Max-Liebermann-Straße ein Picknick veranstalten und grillen würde. Die Beamten trafen vor Ort sechs Personen an. Das Picknick wurde beendet, die Personalien festgestellt und eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz gefertigt.

In den Dienstagnachmittagsstunden gab es großen Andrang an den Wertstoffhöfen der Stadt Leipzig. Vor den Einfahrtstoren bildete sich Stau, da viele Einwohner Gegenstände abgeben wollten. Besonders in der Max-Liebermann-Straße kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die konnten erst beendet werden, als der Wertstoffhof gegen 15:00 Uhr vorrübergehend schloss. Auch am heutigen Tag kam es zu Verkehrseinschränkungen. Die Verkehrspolizeiinspektion unterstützt die Stadt Leipzig bei der Verkehrslenkung.

 

Fahrzeug überschlagen

Ort:     Leipzig (Lößnig), Rembrandtstraße

Zeit:    08.04.2020, gegen 08:10 Uhr
 

Die Fahrerin eines Mazda 2 fuhr auf der Ernst-Toller-Straße in Richtung Bornaische Straße mit der Absicht, die Kreuzung an der Rembrandtstraße zu überqueren. Hierbei beachtete sie mutmaßlich die Vorfahrt eines von links kommenden Jaguar Range Rover Evoque nicht. Es kam zur Kollision. Dadurch kippte der Jaguar um und kam am rechten Fahrbahnrand auf dem Dach zum Liegen. Der 54-jährige Fahrer wurde dabei schwer verletzt und musste im Krankenhaus medizinisch behandelt werden. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. (ab)

 

Drogenhandel in Torgau aufgedeckt

Ort:      Torgau, Eilenburger Straße

Zeit:     07.04.2020 21:00 Uhr
 

Durch eine Polizeistreife wurde am gestrigen Abend ein Ford Focus im Bereich der Eilenburger Straße in Torgau zum Zwecke einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten. In dem Fahrzeug befanden sich die Fahrerin (34, deutsch) und ein Beifahrer (41, deutsch). Der Beifahrer wirkte auf die Beamten äußert nervös und unkooperativ. Er war durch diverse Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz polizeibekannt und versuchte, die Beamten an der Durchsuchung des Fahrzeugs zu hindern. Die Durchsuchung wurde anschließend richterlich angeordnet und vor Ort durchgeführt. Im Rucksack des 41-Jährigen fanden die Beamten diverse Substanzen, bei denen es sich vermutlich um Kokain, Crystal und Cannabis in einer nicht geringen Menge handelte. Weiterhin hatte der Mann einen vierstelligen Bargeldbetrag bei sich. Zusammenfassend begründete sich der Verdacht, dass beide Personen mit Betäubungsmitteln Handel treiben oder damit in Verbindung stehen. Beide Fahrzeuginsassen wurden zur Durchführung der weiteren polizeilichen Maßnahmen auf das Polizeirevier Torgau verbracht. Dort erfolgten u.a. auch die Vernehmung und die erkennungsdienstliche Behandlung der Beiden. Auf Grund der Erkenntnisse der Erstermittlungen erfolgte noch am selben Abend eine Wohnungsdurchsuchung bei einem dritten Tatverdächtigen (männlich, 34, deutsch). Auch dort konnten Betäubungsmittel sichergestellt werden. Die Haftprüfung für alle Beteiligten wurde bis auf weiteres negativ beschieden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. (mk)

 

Verkehrsunfall mit schwerverletzter Person

Ort:      Markranstädt, An den Windmühlen

Zeit:     08.04.2020, gegen 09:00 Uhr
 

Heute Morgen ereignete sich gegen 09:00 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Verbindungsstraße zwischen Frankenheim und Markranstädt. Der Fahrer (80) eines Mercedes E 220 CDI führ in Richtung Markranstädt und überholte trotz Gegenverkehr eine Sattelzugmaschine MAN mit Anhänger. Als der Abstand zu einem entgegenkommenden Pkw Peugeot zu knapp wurde, musste der 21-jährige Peugeotfahrer nach rechts ausweichen. Ein Pkw Ford, der hinter dem Peugeot fuhr, bemerkte das Bremsen zu spät und es fuhr auf ihn auf. In der weiteren Folge wurde der Ford auf die Gegenfahrbahn geschleudert und es kam zum Zusammenstoß mit dem Lkw. Der Ford überschlug sich, blieb auf dem Dach liegen und der 41-jährige Fahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Der Fahrer konnte geborgen werden und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Verbindungsstraße war bis ca. 13:15 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Der Ford wurde abgeschleppt. Insgesamt entstand Sachschaden in Höhe von 18.000 Euro. Der Mercedesfahrer hat sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten. (sf)

 


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