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Einsätze mit Cornoa-Bezug/Verkehrsunfall auf A 14/Tote Schafe und Lämmer gefunden/Tagelanges Computer-Hijacking und Onlinebetrug

Verantwortlich: Philipp Jurke, Katharina Geyer, Mandy Heimann
Stand: 17.04.2020, 11:20 Uhr

Verkehrsunfall auf A 14

Ort:      A 14, Km  83,7 in Richtung Magdeburg
Zeit:     16.04.2020, gegen 18:20 Uhr

Ein 30-jähriger Fahrer eines Pkw Seat Leon fuhr über die Anschlussstelle Leipzig-Mitte auf die mit drei Fahrstreifen ausgebaute Autobahn 14 auf. Dabei wechselte er unvermittelt über den rechten und mittleren Fahrstreifen direkt in den linken Fahrstreifen und beachtete einen im linken Fahrstreifen herannahenden Pkw Ford Focus eines 40-jährigen Fahrers nicht. Trotz einer sofortigen Gefahrenbremsung des Ford-Fahrers konnte dieser einen Zusammenstoß mit dem Seat nicht mehr verhindern. Infolgedessen kam der Seat nach rechts von der Fahrbahn ab und endete im Grünstreifen, der Ford blieb erst etwa 500 Meter weiter im linken Fahrstreifen stehen. Ein später im linken Fahrstreifen heranfahrender Pkw VW Passat erkannte den stehenden Ford nicht und fuhr auf diesen auf. Der Fahrer des Seat erlitt Verletzungen und wurde durch einen Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. An allen drei Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro. Die A 14 in Richtung Magdeburg war von 18:40 Uhr bis 20:40 Uhr voll gesperrt. (pj)

 

Tote Schafe und Lämmer gefunden

Ort:      Grimma, Am Hengstberg
Zeit:     16.04.2020, zwischen 06:00 Uhr und 18:00 Uhr

Gegen 18:00 Uhr machte eine Grimmaerin (51) beim Spazierengehen am ehemaligen Steinbruch, Am Hengstberg, einen grausigen Fund. Am Wegesrand, an einer kleinen Böschung, lagen 28 blaue Müllsäcke, in denen sich die Kadaver von Lämmern und Schafen befanden. Der 51-Jährigen bot sich ein sehr unschönes Bild, weshalb sie augenblicklich die Polizei informierte. Die hinzugerufenen Beamten sperrten den Ort ab und informierten das Landratsamt. Ein Mitarbeiter des LRA erschien daraufhin am Fundort, konnte die Kadaver jedoch nicht entsorgen, da er keine technischen Mittel dafür besaß. Bisher lässt sich nicht nachvollziehen, woher die Tiere stammten oder wem sie gehörten, da die Erkennungsmarken entfernt worden sind. Im Raum stehe nun, ob es sich bei der illegalen Entsorgung der Kadaver auch um eine gewerbliche Entsorgung gehandelt haben könnte. Fest steht, dass nun das Veterinäramt dafür zuständig ist, die Tierkadaver zu entfernen und eventuelle, medizinische Untersuchungen anzuordnen. Am Freitagmorgen lagen die Müllsäcke jedenfalls noch am Hengstberg. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. (kg)


Tagelanges Computer-Hijacking und Onlinebetrug

Ort:      Leipzig (Schönefeld-Ost)
Zeit:     zwischen 09.04.2020 und 16.04.2020

Am Donnerstag, den 9. April 2020, begann ein Online-Betrug der ungewöhnlichen Sorte seinen Lauf zu nehmen. Das Opfer der Masche ist ein 76-jähriger Leipziger geworden, der am 9. April seinen Laptop einschaltete und von einem schwarzen Bildschirm „begrüßt“ wurde. Es erschien eine Schrift, die ihm mitteilte, dass er offensichtlich gehackt wurde und er solle auf einen Link klicken. Dieser digitalen Aufforderung kam der Mann nach – nichtahnend, dass er damit den Tätern Tür und Tor fürs Online-Hijacking öffnete. Als nächstes erschien das Bild eines Mannes auf seinem Bildschirm und über die Lautsprecher meldete sich eine ihm unbekannte Stimme zu Wort. Der Sprecher erklärte dem 76-Jährigen, dass er für eine Firma aus Berlin arbeiten würde und er ihm helfen wolle, die Schadsoftware von seinem Laptop zu beseitigen. Gutgläubig willigte der Leipziger dem vermeintlichen Vertrag zu, in der Hoffnung, seinen Rechner bald wieder benutzen zu können. Es schlossen sich hierauf bis zum 16. April 2020 mehrere Telefonate und auch Videoanrufe am Laptop an, in denen der 76-Jährige neben seinen Kontodaten immer wieder – beinah täglich – Gutscheinkarten kaufte, deren Codes freirubbelte und diese an den Anrufer übermittelte. Diese Gutscheinkarten sollten die Bezahlung für die Dienstleistung der Berliner Computerfirma sein, die den Laptop aus der Ferne wieder zum Laufen bringen sollten. Letztendlich wurden dem Rentner die Anrufe zu viel und er ging weder ans Telefon, noch startete er den Rechner. Am 16. April 2020 meldete sich dann die Bank des 76-Jährigen und teilte ihm mit, dass sein Konto überzogen sei. Nachdem der Leipziger der Mitarbeiterin den Sachverhalt geschildert hatte, ließ diese sein Konto sperren. Der bisherige Schaden, der dem 76-Jährigen entstanden ist, liegt bei vermutlich 5.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Computersabotage in Tateinheit mit Betrug aufgenommen. (kg)


Baustellenlampen entwendet – Täter gestellt

Ort:      Oschatz, Am Holländer
Zeit:     17.04.2020, gegen 01:40 Uhr (Feststellzeit)

Freitagnacht waren zwei Jugendliche (m, 17, deutsch) im Stadtgebiet von Oschatz unterwegs. Als sie an der Baustelle Am Holländer vorbeikamen, entschlossen sich die Beiden jeweils eine Baustellenlampe zu entfernen und in die mitgeführten Taschen einzustecken. Bei einer späteren Kontrolle im Stadtgebiet fiel den Beamten ein gelbes Blinken in der Tasche eines der Jugendlichen auf. Eine Nachschau ergab, dass die Tatverdächtigen jeweils eine Baustellenlampe entwendet haben, weshalb nun wegen einem Vergehen des Diebstahls polizeilich ermittelt wird. (mh)

 

Einbruch in Wasser- und Freizeitpark an der Schladitzer Bucht

Ort:      Rackwitz, Haynaer Straße
Zeit:     15.04.2020, gegen 18:00 Uhr  - 16.04.2020, gegen 13:00 Uhr

Vom Mittwoch zum Donnerstag drangen unbekannte Täter in drei Gebäude des Sport Resorts an der Schladitzer Bucht ein. Bislang ist bekannt, dass eine Spielkonsole im Wert von ca. 250 Euro entwendet wurde. Detaillierte Angaben zu dem Sach- und Stehlschaden können erst zu einem späteren Zeitpunkt gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls aufgenommen. (mh)

 

Brandstifter in Untersuchungshaft

Die Gartensaison 2019 begann für viele Laubenbesitzer im Kleingartenverein „Kleingärtner Paunsdorf 163 e.V.“ im vergangenen Jahr mit einem Alptraum. In der Nacht vom 7. April zum 8. April 2019 war es im Verein zu mehreren Laubeneinbrüchen gekommen.  Im Anschluss legte der Täter in drei der Lauben zusätzlich Feuer, woraufhin diese sowie zwei angrenzende Lauben zum Teil bis auf die Grundmauern niederbrannten. In weiteren vier Lauben stand der Ausbruch eines Feuers kurz bevor. Der Brand wurde in den zeitigen Morgenstunden gemeldet. Als die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr mit Rettungs- und Löschmaßnahmen beschäftigt waren, wurden weitere Brände im Bereich der großflächigen Kleingartenanlage  gemeldet.  Insgesamt suchte der Täter über 20 Gärten heim. Die Höhe des durch die Verwüstungen angerichteten Sachschadens liegt im mittleren fünfstelligen Bereich und dabei weit außer Verhältnis zum Wert des dabei erlangten Diebesgutes, der nicht einmal  einhundert Euro beträgt.

Der Kriminalpolizei gelang es, nicht zuletzt durch  die Auswertung von Videoaufzeichnungen und die Untersuchung der zahlreich hinterlassenen Spuren, einen Täterverdächtigen (31, deutsch) zu ermitteln. Überdies wird der aus Sachsen-Anhalt stammende Beschuldigte verdächtigt, für den Brand im Gasthaus "Barthels Hof" verantwortlich zu sein, welcher eine Sachschadenshöhe von mehreren hunderttausend Euro und die Schließung des Lokals in der Innenstadt zur Folge hatte. Die Motivation des Beschuldigten muss im Rahmen der weiteren Ermittlungen geklärt werden.

Am 25. Februar 2020 wurde durch das Amtsgericht Leipzig auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig gegen den 31-Jährigen die Untersuchungshaft u.a. wegen des dringenden Tatverdachts der vorsätzlichen Brandstiftung, des Diebstahls, des versuchten Diebstahls, der Sachbeschädigung und der versuchten Brandstiftung angeordnet. Die Untersuchungshaft in dieser Sache wird aktuell aber nicht vollzogen, da sich der Beschuldigte momentan in anderer Sache aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Halle schon in Untersuchungshaft befindet (sog. Überhaft). (KPI)

 

Einsatzgeschehen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Corona-Verordnung

Im Stadtgebiet Leipzig sowie in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig verzeichnete die Polizeidirektion Leipzig zur Durchsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung  vom Donnerstag zum Freitag insgesamt 50 Einsätze. Schwerpunkte waren weiterhin Treffen von mehreren Personen in Innenhöfen, Wohnungen, Spielplätzen, Parks, an Einkaufsmärkten und teilweise auch in Gartenanlagen.  Bei den meisten Zuwiderhandlungen genügte ein Hinweis durch die Beamten oder eine Belehrung – in Einzelfällen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Einige ausgewählte Sachverhalte:

In der Nacht, gegen 02:40 Uhr am heutigen Freitag, meldete sich ein Hinweisgeber bei der Polizei und meldete ruhestörenden Lärm auf einem Spielplatz gegenüber einem Mehrfamilienhaus in Markranstädt. Als die Beamten eintrafen stellten sie nur noch eine Person fest. Der 18-Jährige verließ ohne triftigen Grund seine Wohnung und konsumierte auf dem Spielplatz mit zwei weiteren unbekannten Personen Alkohol, die während der Anfahrt der Polizei flüchteten. Der 18-Jährige muss nun ein Verwarngeld zahlen, erhielt eine Belehrung sowie die Aufforderung seine Wohnung wieder aufzusuchen.

Am Abend, gegen 23:30 Uhr, wurde der Polizei alsdann mitgeteilt, dass im Stadtgebiet Schleußig mehrere Personen in einem Kleingartenverein gesichtet wurden. Die Leute hatten auf der Terrasse der Gaststätte getroffen und waren scheinbar recht laut. Die Polizei stellte dann bei einer Kontrolle tatsächlich mehrere lärmende Personen fest, deren Personalien festgestellt und die wieder nach Hause geschickt wurden. Im Anschluss wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung erstattet.

Nach einem telefonischen Hinweis trafen Polizeibeamte im Stadtteil Lindenau, in der Wasserstraße, gegen 22:15 Uhr auf neun Jugendliche, die an einem kleinen Teich in der Nähe einer Villa Lärm verursachten, Alkohol tranken und Bierflaschen zerschlugen. Die Polizei stellte die Personalien der Jugendlichen fest, erteilte Platzverweise und fertigte Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung.

Zudem stellten Beamte des Polizeireviers Torgau im Rahmen ihrer Streifentätigkeit am gestrigen Abend, gegen 20:30 Uhr, im Kiebitzweg acht Personen fest, die auf einer Grünanlage hinter dem Wohnblock einen Kugelgrill aufgestellt hatten. Der Freude am Grill folgte ein kleines Grillfest. Das „Fest“ wurde beendet, alle anwesenden Personen im Alter von 23 bis 33 Jahre belehrt sowie eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gefertigt. (kg)


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