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Polizeieinsätze in Dresden und dem Umland

Medieninformation: 20/2022
Verantwortlich: Thomas Geithner
Stand: 10.01.2022, 21:30 Uhr

Polizeieinsätze in Dresden und dem Umland

Versammlungsgeschehen

Im Zusammenhang mit einem Autokorso am Montagabend führte die Polizeidirektion Dresden einen Einsatz durch. Dieser startete gegen 18 Uhr in Dresden und führte mit ca. 130 Fahrzeugen nach Pirna.

Weiterhin sicherten Einsatzbeamte elf angezeigte Versammlungen in Dresden (3), Großenhain (1), Freital (1), Meißen (1), Nünchritz (1), Radebeul (2) sowie in Pirna (2) ab. An den Versammlungen nahmen bis zu zehn Personen teil. Sie verliefen störungsfrei.

Unzulässige Versammlungen und unerlaubte Zusammenkünfte

Aufgrund neuerlicher Aufrufe in den sozialen Netzwerken zu Protesten gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen war die Polizei in der Landeshauptstadt Dresden sowie den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge präsent.

Landeshauptstadt Dresden

Gegen 18 Uhr stellten Polizeibeamte rund 200 Personen auf der Wurzener Straße fest, die gegen die Corona-Maßnahmen protestierten. Polizeibeamte sprachen sie auf die Einhaltung der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung an. Die Teilnehmer der unzulässigen Versammlung reagierten nicht und liefen in Richtung Leipziger Straße. Dort befanden sich etwa 100 Personen, die dem Gegenprotest zuzuordnen waren. Die Einsatzbeamten verhinderten ein Aufeinandertreffen der beiden Lager und hielten die Gruppen getrennt. Die Identitäten von mehreren Beteiligten wurden festgestellt.

Nahezu zeitglich versammelten sich etwa 150 Personen am Schillerplatz. Auch diese Gruppe wurde von Polizeibeamten angesprochen. Gleichwohl setzten sich die Teilnehmer der unzulässigen Versammlung in Bewegung, wurden aber an der Naumannstraße von den Einsatzbeamten gestoppt. Letztlich stellten die Polizisten die Identitäten von 42 Personen fest und leiteten gegen sie Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung ein.

Weitere Protestaktionen gab es auf dem Altmarkt (ca. 100 Personen), der Bautzner Landstraße (ca. 300 Personen), dem Neumarkt (ca. 200 Personen), der Leubener Straße (ca. 200 Personen), am Wasaplatz (ca. 200 Personen) sowie am Wiener Platz (ca. 20 Personen).

Am Rande des Geschehens in Dresden ist ein Schweizer Journalist (54) auf der Bautzner Landstraße von Unbekannten geschlagen worden. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Landkreis Meißen

In Radebeul versammelten sich Montagabend etwa 1.100 Menschen, um gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung zu protestieren. Vor Ort sicherten Einsatzbeamte die angezeigten Versammlungen des Gegenprotestes ab und verhinderten ein Aufeinandertreffen der beiden Lager.

Weitere Protestaktionen von Corona-Kritikern stellten die Einsatzbeamten in Coswig (ca. 100 Personen), Großenhain (ca. 300 Personen), Meißen (ca. 450 Personen), Moritzburg (ca. 100 Personen), Nünchritz (ca. 40 Personen), Radeburg (ca. 400 Personen), Riesa (ca. 100 Personen), Weinböhla (ca. 400 Personen) sowie in Zabeltitz (ca. 40 Personen).

Im Zusammenhang mit den Protestaktionen im Landkreis Meißen leitete die Polizei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung sowie gegen das Sächsische Versammlungsgesetz ein.

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

In Pirna versammelten sich am Montagabend etwa 200 Menschen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Anschließend lief die Gruppe durch die Innenstadt, wurde aber von der Polizei gestoppt. In der Folge stellten die Beamten die Personalien von mehr als 100 Teilnehmern fest. Sie erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung. Die polizeilichen Maßnahmen vor Ort dauern zur Stunde noch an.

Weitere Protestaktionen gab es am Abend in Bad Schandau (ca. 360 Personen),  Bannewitz (ca. 350 Personen), Dippoldiswalde (ca. 400 Personen), Freital (ca. 300 Personen), Heidenau (ca. 130 Personen), Kreischa (ca. 400 Personen), Neustadt in Sachsen (ca. 300 Personen), Rabenau (ca. 160 Personen), Ruppendorf (ca. 150 Personen), Wilsdruff (ca. 600 Personen), Schmiedeberg (ca. 250 Personen), Sebnitz (ca. 200 Personen) sowie in Stolpen (ca. 120 Personen).

Im Zusammenhang mit den Protestaktionen im Landkreis Sächsische Schweiz-Ostergebirge leitete die Polizei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung sowie gegen das Sächsische Versammlungsgesetz ein.

Insgesamt 718 Polizeibeamte waren im Einsatz. Dabei wurde die Polizeidirektion Dresden von der Sächsischen Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei unterstützt. Ein Medienschutzteam der Dresdner Polizei war ebenfalls im Einsatz. (ml)


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