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Ein Urlaub ohne böse Überraschungen - Die Polizei gibt Verhaltenstipps für die schönste Zeit des Jahres

Verantwortlich: LKA Sachsen
Stand: 18.07.2023, 10:50 Uhr

Gerade in den bekannten Großstädten, an beliebten Touristenattraktionen oder an den schönsten und belebtesten Stränden fallen viele Urlauber auf Betrügereien und Abzocke herein.

 

Informieren Sie sich bitte vor Antritt Ihrer Reise über die gängigsten Betrugsmaschen. Informationen finden dazu finden Sie beispielsweise auf den Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes oder auch beim ADAC. Schauen Sie sich bitte auch vor Reiseantritt die Internet-Auftritte der Touristen-Information des jeweiligen Landes oder der Region bzw. der Stadt an. Auch hier wird häufig auf gängige Touristenfallen hingewiesen.

 

Taschendiebstahl ist hier sicher als eines der häufigsten Delikte zu nennen, der einem den Urlaub so richtig vermiesen kann. Wenn dann plötzlich die Tasche oder Geldbörse verschwunden sind oder der Personalausweis nicht mehr auffindbar ist, kann die Traumreise schnell zum Albtraum werden.

 

Taschendiebe bewegen sich am liebsten in großen Menschenmengen, arbeiten häufig im Team und sind oft blitzschnell. Ihre Opfer werden im Gedränge angerempelt, unter einem Vorwand angesprochen und abgelenkt, beispielsweise in dem ihre Kleidung versehentlich beschmutzt wird oder die Täter nach dem Weg fragen.

 

  • Bewahren Sie Zahlungskarten, Bargeld, Papiere und Ihr Smartphone niemals zusammen sondern möglichst in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung dicht am Körper auf.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
  • Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
  • Seien Sie wachsam, wenn Sie von Fremden angesprochen werden. Oft spricht vorne jemand nett mit Ihnen, während hinten jemand das Portmonee aus der Handtasche fischt.
  • Wurde Ihre Zahlungskarte gestohlen, lassen Sie diese sofort unter der Sperrnotruf-Nummer 116 116 sperren. Die Nummer ist auch aus dem Ausland mit der entsprechenden Landesvorwahl +49 für Deutschland erreichbar. Zur zusätzlichen Sicherheit, insbesondere für die Erreichbarkeit aus dem Ausland, ist der Sperr-Notruf auch unter der Rufnummer +49 (0)30 40 50 40 50  zu erreichen.

Ausweis weg? Anzeige erstatten und Konsulat aufsuchen!

 

  • Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor Reiseantritt eine Kopie der Ausweisdokumente machen. Auch das Einscannen von Dokumenten kann den Behörden vor Ort helfen, schnell die nötigen Informationen für ein Passersatzdokument zusammenzutragen.
  • Gehen Ausweis oder Reisepass verloren, sollten Sie bei der das der Polizei vor Ort melden und sich eine Verlustanzeige ausstellen lassen.
  • Diese ist wichtig für alle Menschen, die beispielsweise mit dem Flugzeug im Ausland sind. Für die Weiter- oder Rückreise benötigen Urlauberinnen und Urlauber in der Regel einen vorläufigen Reisepass. Der kann aber nur ausgestellt werden, wenn es einen entsprechenden Nachweis von der Polizei gibt. Den Passersatz gibt es bei der Konsularabteilung der deutschen Botschaften oder Generalkonsulate.
  • Informieren Sie sich auf der Webseite des Auswärtigen Amtes, wo sich innerhalb Ihres Ziellandes, die deutsche Auslandsvertretung befindet bzw. über deren Erreichbarkeiten.

Plötzlich ohne Geld und Zahlungsmittel?

Haben sich Taschendiebe das Portmonee gegriffen, ist der Verlust des Bargelds noch das kleinste Problem. Schlimmer wäre es, wenn die Diebe nun auf Shoppingtour mit den Bankkarten gehen. Erster Schritt sollte daher die Sperrung der Geldkarten sein. Voraussetzung ist, dass man Kontonummer und Bankleitzahl kennt.

 

Notwendig ist auch hier der Gang zur nächsten Polizeistation. Stellen Sie Strafanzeige gegen Unbekannt oder bringen den Verlust der Wertsachen zur Anzeige. Banken und Versicherungen wollen diese gegebenenfalls sehen, wenn sie für einen möglichen Schaden aufkommen sollen.

Um wieder an Geld zu kommen, können Sie sich über Anbieter von Auslandsüberweisungen Geldbeträge aus der Heimat zusenden lassen.

Einige Banken beziehungsweise Kartenanbieter, haben einen Notfallbargeld-Service für solche Notfälle. Informieren Sie sich im Vorfeld bei Ihrem Kreditinstitut.

 

Das Wichtigste, kurz und knapp:

 

  • Kopieren Sie alle Ausweisdokumente und legen Sie diese am besten virtuell in Cloud-Speicherdiensten oder im eigenen Mail-Postfach ab.
  • Machen Sie sich eine Aufstellung der wichtigsten Notfall-Rufnummern, am besten nicht nur im Handy, sondern auch auf Papier.
  • Notieren Sie die IMEI-Nummer des Handys, um es bei Verlust sperren zu lassen. Finden Sie die Rufnummer Ihres Anbieters nicht, können Sie auch die Sperr-Hotline 116 116 (aus dem Ausland: +49 30 4050 4050) nutzen. Auch die Polizei braucht diese Nummer, wenn Sie den Handy-Diebstahl anzeigen.
  • Lassen Sie alles Unnötige zu Hause!
  • Richten Sie ein Bezahldienst-Konto für den Notfall ein.

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