Polizeiticker Leipzig: Zeugenaufruf nach versuchter Flucht

Leipzig, Nordsachsen und Leipziger Land – aktuelle Meldungen und Medieninformationen der Polizeidirektion Leipzig

31. August | Zeugenaufruf nach versuchter Flucht

Ein 55-Jähriger versuchte am Samstagmittag mit einem Hyundai vor der Polizei zu flüchten, konnte aber durch die Beamten in einem Waldstück ausfindig gemacht werden.

Der 55-Jährige (deutsch) war mit einem Hyundai i40 auf der B2 aus Bad Düben in Richtung Wellaune unterwegs, als er den Beamten wegen der Nutzung eines Mobiltelefons beim Fahren auffiel. Die Beamten wollten den Hyundai daraufhin kontrollieren und nahmen die Verfolgung auf. In Wellaune bog der 55-Jährige in die Dorfstraße ab und fuhr von dort aus über einen unbefestigten Weg weiter in Richtung Naschkau. Im weiteren Verlauf fuhr der Tatverdächtige mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über einen Feldweg Richtung Schnaditz, wo zwei Fußgängerinnen dem Hyundai ausweichen mussten. Anschließend fuhr der Mann durch den Ort Wellaune und von dort über die B2 in Richtung Delitzsch. Hierzu bog der Mann auf die B183a ab, wo er mehrere Fahrzeuge überholte, ohne auf den Gegenverkehr zu achten, wodurch mehrere Fahrzeuge ausweichen und stark abbremsen mussten. Zu einem Unfall kam es bisherigen Erkenntnissen nach nicht. Nachdem die Beamten den Hyundai zunächst in Sausedlitz verloren hatten, konnte sie diesen durch Zeugenhinweise verlassen nahe eines Waldgebietes feststellen. Der Fahrer war zunächst flüchtig, konnte aber durch die Beamten im Wald gefunden werden, wo er sich in einem Gebüsch versteckt hatte. Ein Alkohol- und ein Drogenvortest erbrachten ein negatives Ergebnis. Jedoch war der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Aus diesem Grund wurden die Ermittlungen wegen Fahrens ohne Faherlaubnis und wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens aufgenommen.

Während der Verfolgungsfahrt mussten mehrere Fahrzeuge und Personen dem grauen Hyundai i40 ausweichen. Bislang konnten nicht alle betroffenen Personen bekannt gemacht werden. Die Polizei bittet nun Zeuginnen und Zeugen, die Beobachtungen zum Tathergang gemacht haben, oder dem Fahrzeug ausweichen mussten, sich bei der Polizei des Reviers Eilenburg, Dr.-Külz-Ring 17, 04838 Eilenburg, Tel. (03423) 664 - 100, zu melden.

27. August | Digitaler Elternabend »Im Internet, aber sicher!«

Das Handy ist aus der Welt der Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Smartphones haben wichtige Funktionen: Jugendliche organisieren ihren Alltag und pflegen ihre sozialen Kontakte. In sozialen Netzwerken werden Fotos und Videos geteilt. Mit vielen persönlichen Daten wird das Handy zum Teil der Identität.

Mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz gehen jedoch auch Gefahren einher. Nicht immer sind sich Kinder und Jugendliche diesen bewusst. Das gedankenlose Teilen und Empfangen von Inhalten, oder die Verbreitung von Fotos und Videos, kann Urheber- und Persönlichkeitsrechte verletzen, im schlimmsten Fall sogar eine Straftat darstellen.

Wie man sich sicher im Netz bewegt, dazu bietet der Fachdienst Prävention der Polizeidirektion Leipzig

am 01. September 2026, in der Zeit von 18:00 bis 19:30 Uhr

ein Webinar an, bei dem sich interessierte Eltern oder pädagogische Fachkräfte zum sicheren Umgang im Netz informieren und weiterbilden können. Auch ein Medienpädagoge vom Landesfilmdienst Sachsen steht für Fragen zur Verfügung.

Veranstaltungsinhalte:

* Sicher surfen und Datenschutz

* Umgang mit sozialen Netzwerken und Messenger

* Privatsphäre und persönliche Daten

* Cybergrooming und Online-Kontakte

* Medienkompetenz & Selbstschutz

Über diesen Link können Sie sich anmelden: https://join.next.edudip.com/de/webinar/im-internet-aber-sicher-faq-runde-mit-experten-der-polizei/2669063

26. August | Drittortauseinandersetzung zwischen Fußballanhängern

Am vergangenen Donnerstag kam es im in der Burgauenstraße im Leipziger Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg zu einer Auseinandersetzung unter Fußballanhängern, weswegen nun Ermittlungen wegen des Verdachts eines Landfriedensbruchs aufgenommen wurden. Die Polizei bittet die Bevölkerung in diesem Zusammenhang um Hinweise und hat für Bilder und Videoaufnahmen ein Hinweisportal geschaltet.

Im Bereich der Burgauenstraße trafen zwei Personengruppen mit Bezug zu lokalen Fußballvereinen aufeinander. Dabei wurde mindestens eine am Boden liegende Person getreten und soll Verletzungen am Kopf erlitten haben. Diese Person ist bislang nicht bekannt. Es waren nach aktuellen Erkenntnissen in der Spitze bis zu 30 Personen beteiligt. Trotz des schnellen Eintreffens der Polizei hatten die Beteiligten den Ort bereits verlassen. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde ein Auto beschädigt.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen sind die Beteiligten der BSG Chemie, die sich unter anderem mit Fahrrädern entfernten, und der LOK Leipzig, die sich teilweise mit Fahrzeugen entferntem, zuzurechnen.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter Tel.: (0341) 966 4 6666 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. In diesem Zuge wurde auch ein Hinweisportal auf der Seite der Polizei Sachsen https://sn.hinweisportal.de/ geschaltet, auf dem Fotos, Videos und Hinweise auch anonym hochgeladen werden können.

24. August | Polizei sucht nach 47-Jährigem aus Rackwitz

Wo zuletzt gesehen? Rackwitz, Güntheritzer Straße
Wann zuletzt gesehen? 14.08.2026

Der Vermisste verließ am Freitag, den 14. August 2026, die Wohnung seiner Familie in unbekannte Richtung. Seitdem wurde er nicht mehr gesehen. Ein letzter möglicher Aufenthaltsort könnte am Donnerstag, den 20. August, im Bereich Marienberg im Erzgebirge gewesen sein. Es besteht die Möglichkeit, dass er mit einem VW Touran in der Farbe Braun, mit dem amtlichen Kennzeichen TDO-AD 911, unterwegs ist.

Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen konnte der Vermisste bislang nicht gefunden werden. Er wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Eine Eigengefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Polizei sucht nun nach Zeuginnen und Zeugen, die mit dem Vermissten Kontakt hatten oder ihn eventuell gesehen haben und wissen, wo er sich aufhalten könnte. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden.

Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit weisen wir auf Folgendes hin:
Die Veröffentlichung der Abbildungen des Vermissten kann in folgenden Medien erfolgen:
Hörfunk, Printmedien, Fernsehen und im Internet, einschließlich sozialer Medien.

Sie finden eine ausführliche Beschreibung und Bilder des Vermissten unter dem folgenden Link:

https://www.polizei.sachsen.de/de/fahndung-43281.html

24. August | E-Scooter fährt 80 km/h

Ein 16-Jähriger versuchte am Sonntagnachmittag vor der Polizei auf einem E-Scooter zu flüchten, stürzte jedoch und konnte von den Beamten gestellt werden.

Der Jugendliche sollte auf der Breisgaustraße kontrolliert werden. Daraufhin flüchtete er mit seinem nicht versicherten E-Roller vor der Polizei. Im Bereich eines Mülllagerplatzes verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, stürzte und versuchte erneut zu flüchten, was die Beamten des Reviers Leipzig-Südwest verhindern konnten. Eine medizinische Versorgung des Jugendlichen war nicht nötig. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten bei dem Tatverdächtigen neben einer nicht erlaubten Waffe auch 50 Gramm Cannabis sicher. Ein Drogenvortest erbrachte ein negatives Ergebnis. Der Jugendliche wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an seine Eltern übergeben.

Bei einer Überprüfung vor Ort stellten die Beamten fest, dass der nicht für den Straßenverkehr zugelassene E-Scooter eine Höchstgeschwindigkeit von über 80 km/h erreicht. Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Cannabisgesetz, verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und weiterer Verkehrsdelikte wurden aufgenommen.

20. August | Kellerbrand in Mehrfamilienhaus

Am späten Mittwochabend kam es zum Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses. Anwohner informierten kurz vor 23 Uhr die Polizei und gaben an, dass es nach einem lauten Knall zum Stromausfall kam.

Bei einer Nachschau im Treppenhaus wurde anschließend Rauchgeruch wahrgenommen. Die ebenfalls verständigte Feuerwehr (Freiwillige Feuerwehr Lausen sowie Feuerwehren Südwest und West) löschte den Brand und verhinderte dessen Ausbreitung. Aufgrund der Hitzeeinwirkungen wurden sowohl die Stromversorgung als auch eine Wasserleitung beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Die Summe des entstandenen Sachschadens kann aktuell noch nicht beziffert werden. Bereits am Sonntag wurde im Keller desselben Hauses Rauchgeruch und ein verrußtes Kellerabteil festgestellt. Das Fachkommissariat der Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung und den genauen Umständen des Feuers aufgenommen.

17. August | Einbrecher mit Haftbefehl gestellt

Ein 27-Jähriger brach in die Verkaufsräume einer Firma ein wobei er einen Alarm auslöste. Er konnte daraufhin gestellt werden.

Der Mann (deutsch) gelangte auf bisher nicht abschließend geklärte Art und Weise auf das Gelände einer Firma und brach anschließend in deren Verkaufsraum ein. Dort entwendete er von einem Aggregat mehrere Meter Erdungskabel. Bei seinem Eindringen löste der 27-Jährige einen Alarm aus, so dass daraufhin die Polizei verständigt wurde. Beamte des Polizeireviers Leipzig-Südwest konnten den Täter bei der Durchsuchung des Geländes stellen. Ihnen gegenüber machte der Mann zunächst falsche Angaben zu seiner Identität. Im Rahmen der weiteren Maßnahmen konnte diese geklärt sowie festgestellt werden, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag, welcher später von einem Familienmitglied beglichen und dadurch abgewendet wurde. Der beim Einbruch verursachte Stehlschaden beläuft sich auf rund 70 Euro, der entstandene Sachschaden auf circa 230 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des besonders schweren Diebstahls in Verbindung mit Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung aufgenommen. Zudem wurde eine Anzeige wegen der Ordnungswidrigkeit der falschen Namensangabge gefertigt.

13. August: Mutmaßlicher Faksimile-Betrüger gestellt

Am vergangenen Donnerstagabend konnten Kriminalbeamte der Kriminalaußenstelle Grimma einen mutmaßlichen Buchbetrüger festnehmen, welcher bereits für mehrere Betrugsstraftaten in anderen Bundesländern in Betracht kommt.

Am 22. Juli rief die Mitarbeiterin einer Seniorenbetreuung in der Kriminalaußenstelle Grimma an und teilte mit, dass eine 84-Jährige von einem ihr unbekannten Mann (35, deutsch) kontaktiert wurde, welcher ihre Bücher, sogenannte Faksimile, erwerben wolle. Bevor sie die Bücher jedoch verkaufen könne, sollte sie zunächst mehrere Bücher erwerben, um ihre „Sammlung” für einen mittleren fünfstelligen Betrag veräußern zu können. Dieses Vorgehen ist der Polizei seit Langem bekannt. Die Bücher, die meist einen mittleren vierstelligen Betrag kosten, sind in der Regel völlig überteuert und die Sammlung würde den versprochenen Erlös nicht erzielen.

Im Rahmen einer Einsatzmaßnahme konnten Beamte der Kriminalaußenstelle Grimma den mutmaßlichen Betrüger in der Wohnung der 84-Jährigen stellen. Dieser wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig vorläufig festgenommen, später aber nach den notwendigen strafprozessualen Maßnahmen wieder entlassen, da keine Gründe für die Beantragung und Anordnung von Untersuchungshaft vorlagen. Die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs dauern an.

11. August | Ermittlungserfolg in einem Friends-Scamming Fall

Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig führten in einem Fall des sogenannten "Friends-Scamming" erfolgreich Ermittlungen durch, welche zum Erlass eines Haftbefehls gegen den Tatverdächtigen und dessen Festnahme in den Niederlanden führten.

Das Scamming begann im Juli 2025 mit dem Betreten einer Arztpraxis im Leipziger Stadtgebiet. Der spätere Tatverdächtige (63, deutsch) trat dabei gegenüber einer Ärztin als Privatpatient unter einem falschen Namen auf.

Der 63-Jährige gaukelte der Ärztin unter Verwendung verschiedener Legenden insgesamt sieben Mal wahrheitswidrig vor, kurzzeitig Geldbeträge zu benötigen. Dabei gab er unter anderem bewusst wahrheitswidrig an, Polizist bei Interpol zu sein, eine Ausbildung als Opernsänger zu haben, in Tunesien Hunde zu retten und aufgrund verschiedener Erkrankungen und vermeintlich notwendigen Operationen die finanzielle Hilfe der geschädigten Ärztin zu benötigen.

Der Tatverdächtige erlangte fortlaufend das Vertrauen der Ärztin und veranlasste sie dadurch insgesamt 200.000 Euro an den Tatverdächtigen auszuhändigen - im Glauben daran, dem Patienten freundschaftlich zu helfen.

Danach verschwand der Tatverdächtige und setzte sich zunächst ins Ausland ab. Die Ärztin brachte den Betrug zur Anzeige.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Leipzig konnte der Tatverdächtige in den Niederlanden aufgespürt, schließlich Mitte Mai 2026 durch niederländische Polizisten festgenommen werden und soll nunmehr in die JVA Leipzig überführt werden.

Die Ermittlungen dauern an.

Aktuelle Medieninfos der Polizeidirektion Leipzig

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