Polizeiticker Leipzig: Durchsuchungen auf der Eisenbahnstraße
Leipzig, Nordsachsen und Leipziger Land – aktuelle Meldungen und Medieninformationen der Polizeidirektion Leipzig
8. Juni | Durchsuchungen auf der Eisenbahnstraße
In der vergangenen Nacht kam es auf richterliche Anordnung unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Leipzig im Bereich der Leipziger Eisenbahnstraße zu umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, des Polizeiverwaltungsamtes und von Spezialeinheiten durchsuchten Kräfte der Polizeidirektion Leipzig mehrere Objekte.
Im Rahmen der Durchsuchungen konnten neben rund vier Kilo Marihuana weitere Mengen an synthetischen Drogen festgestellt werden. Ein 52-Jähriger (irakisch) wurde zunächst vorläufig festgenommen und im Laufe des Vormittages auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Weiterhin konnten zwei bestehende Haftbefehle, die aber nicht im Zusammenhang mit dem Ausgangsverfahren für die Durchsuchung standen, realisiert werden. Die Haftbefehle richteten sich zum einen gegen einen 22-Jährigen (algerisch), der zur Abschiebung stand, und zum anderen gegen einen 37-Jährigen (tunesisch), der aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.
Im Zuge des Einsatzes wurden bislang neun weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie das Betäubungsmittelgesetz. Von über 30 Personen wurden Identitäten festgestellt sowie mehr als 20 Platzverweise ausgesprochen.
Die Eisenbahnstraße musste vom späten Sonntagabend bis zum Montagmorgen zwischen Hermann-Liebmann-Straße und Torgauer Platz voll gesperrt werden. Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.
03. Juni | Kontrolle endet mit Haftstrafe
Beamte des Polizeireviers Leipzig Nord haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen 56-Jährigen kontrolliert und aufgrund eines Haftbefehls festgenommen. Der Mann hatte zudem eine größere Menge Betäubungsmittel bei sich.
Der 56-Jährige (deutsch) war auf der Turnerstraße mit einem E-Scooter unterwegs als die Beamten ihn einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Dabei stellten die Polizisten fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag, woraufhin er verhaftet wurde. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten mehrere verschreibungspflichtige Medikamente, fast 100 Gramm Methampetamine, sowie Bargeld in vierstelliger Höhe. Der Mann wurde nach der Kontrolle in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen wegen des Handels mit Betäubungsmitteln und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz aufgenommen.
01. Juni | Sieben Anzeigen für Motorradfahrer
In Rötha schaffte es ein Motorradfahrer am Sonntagmorgen, mit einer einzigen Fahrt sieben Anzeigen zu bekommen.
Das Polizeirevier Borna wurde von Zeugen informiert, dass in Rötha ein Motorrad ohne amtliches Kennzeichen in der August-Bebel-Straße unterwegs war. Daraufhin fuhren Beamte dorthin, um den Sachverhalt aufzuklären. Dabei stellten sie das Motorrad fest, das auf der Seite lag und tatsächlich kein Kennzeichen hatte. Der tatverdächtige Fahrer (22 , deutsch) rannte zunächst vor den Polizisten weg, konnte aber gestellt werden. Es stellte sich heraus, dass der 22-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Ihm wurde ebenso vorgeworfen, ein nicht zugelassenes, nicht versichertes und nicht versteuertes Motorrad im öffentlichen Verkehrsraum geführt zu haben. Bei der Überprüfung des Motorrads der Marke KTM stellten die Polizeibeamten fest, dass es als gestohlen gemeldet und zur Fahndung ausgeschrieben war. Ein Drogenvortest reagierte bei dem 22-Jährigen positiv auf Amphetamine. Aus diesem Grund wurde bei dem Motorradfahrer im Krankenhaus Blut entnommen. Dabei beleidigte er die Polizeibeamten und wehrte sich gegen die Maßnahmen.
Er muss sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Diebstahls, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung sowie des Führens eines Fahrzeugs unter berauschenden Mitteln verantworten.
29. Mai | Zwei abgebrannte Fahrzeuge
In der Nacht von Donnerstag zu Freitag gerieten aus bisher noch nicht geklärter Ursache zwei Fahrzeuge in der Torgauer Straße in Leipzig in Brand.
Zeugen hatten zuvor Knallgeräusche zwischen den Fahrzeugen gehört. Das Feuer brach zunächst im Frontbereich eines Volvo XC 90 aus und griff anschließend auf einen davor geparkten Opel Corsa über. Die Feuerwehr Leipzig Nordost löschte den Brand, bevor er auf weitere Fahrzeuge und ein angrenzendes Ladengeschäft übergreifen konnte. An diesem wurden die Markise, die Außenwerbung, die Verglasung sowie eine vor dem Geschäft befindliche Mülltonne durch das Feuer beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von rund 40.000 Euro, Personen wurden nicht verletzt. Die beiden Fahrzeuge wurden zur Beweissicherung sichergestellt. Das Fachkommissariat der Polizei ermittelt zur Brandursache.
28. Mai | Fazit der Polizei zum Conference League Finale
Wie bereits in der Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig 172|26 berichtet, führte die Polizeidirektion Leipzig seit dem 25. Mai einen Einsatz zur Absicherung des UEFA Conference League Finales durch. Unterstützt wurden die eigenen Kräfte durch Polizeibeamte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Thüringen, Brandenburg und Bayern. Neben zahlreichen Einsatzkräften der Bereitschaftspolizeien und der Polizeireviere waren auch die Polizeireiterstaffel, Hundestaffel, Wasserwerferstaffel, sowie ein Polizeihubschrauber dabei. Zudem waren auch Polizeibeamte aus den Heimatländern der Vereine vor Ort und unterstützten die Polizeidirektion Leipzig. Insgesamt war die Polizeidirektion mit über 1.200 Kräften im Einsatz.
Nachdem es zunächst am 26. Mai zu einer Auseinandersetzung in der Leipziger Innenstadt gekommen war (siehe Medieninformation 181|26), welche als Landfriedensbruch von der Polizei angezeigt wurde, verlief der Spieltag weitestgehend ruhig. Während der durch die Polizei ab 18 Uhr begleiteten Fanmärsche die von der Innenstadt ausgingen, wurden sowohl von den spanischen als auch von den englischen Fans pyrotechnische Gegenstände gezündet. Ebenso wurde während des Spiels im Stadion weitere Pyrotechnik abgebrannt. In allen Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Am Spieltag kam es im gesamten Stadtgebiet zu Verkehrseinschränkungen, auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Insgesamt besuchten über 30.000 Menschen das Finalspiel, welches 1:0 für Crystal Palace endete. Fans beider Lager begaben sich im Anschluss in die Leipziger Innenstadt, was zu mehreren Beschwerden wegen unzulässigen Lärms führte. Außerdem kam es vereinzelt zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen, welche durch Einsatzkräfte, die auch nach dem Spiel in der Innenstadt eingesetzt waren, schnell gelöst werden konnten.
Im Einsatzzeitraum leitete die Polizeidirektion über 30 Strafverfahren überwiegend wegen Körperverletzungen und Beleidigungen ein. In vielen Fällen konnten Tatverdächtige gestellt und identifziert werden.
27. Mai | Auseinandersetzungen zwischen englischen und spanischen Fans in Leipzig
Im Bereich der Leipziger Innenstadt griffen sich am gestrigen Abend gegen 20:15 Uhr Fans von Rayo Vallecano und Crystal Palace verbal und körperlich an. Die Polizei trennte die Lager und führte bei über 300 Personen Identitätsfeststellungen durch und erteilte Platzverweise.
Wie bereits am 20. Mai 2026 in der Medieninformation 172|26 berichtet, befindet sich seit Pfingstmontag die Polizeidirektion Leipzig mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei im Einsatz zur Absicherung des Conference League Finales, welches am heutigen Tag zwischen Crystal Palace (England) und Rayo Vallecano (Spanien) am Abend in der RB Arena ausgetragen wird.
Am gestrigen Dienstag, den 26. Mai 2026, gegen 20:00 Uhr, waren in etwa 300 Risikofans des Vereins Rayo Vallecano in der Innenstadt zusammen unterwegs. Auf Höhe des Freisitzes zur Gaststätte "Leo's Brasserie" kam es unvermittelt zu Auseinandersetzungen mit englischen Fans, die sich auf den Freisitzen der Gaststätten "Leo's Brasserie" und "Dhillons" aufhielten. Es kam zum gegenseitigen Bewurf mit Flaschen, Biergläsern und Kneipenmobiliar. Darüber hinaus wurde auch körperlich aufeinander eingewirkt. Die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte gingen sofort zwischen die Fanlager und trennten diese. Dabei wurden Polizeikräfte von beiden Fanlagern angegriffen. Dies erfolgte überwiegend durch Bewurf.
Die Maßnahmen der Polizei zeigten schnell Wirkung, so dass sich die Situation vor Ort beruhigte. Gleichwohl konnten vor Ort nicht sofort alle an der Auseinandersetzung beteiligten Fans gestellt werden. Eine Gruppe von Risikofans des Vereins Crystal Palace bewegte sich bis zum Bereich der Pinguin Eisbar. Die ca. 60 Personen provozierten vorbeilaufende spanische Fans und wurden dann zeitnah durch Kräfte der Bundespolizei umstellt.
Aufgrund der Ausschreitungen wurden Ermittlungsmaßnahmen wegen des Anfangsverdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen. Dazu wurden sogenannte Bearbeitungsstrecken aufgebaut, um alle festgestellten Störer und nunmehr Tatverdächtigen zu durchsuchen, die Identität festzustellen und erkennungsdienstlich zu behandeln. Zudem erhielten alle Platzverweise. Zwei Personen wurden festgenommen. Die Maßnahmen wurden am heutigen Morgen gegen 3:15 Uhr beendet. Schlussendlich befanden sich über 320 Fans in den polizeilichen Maßnahmen.
Zwei Beamte, einmal der Bundespolizei, einmal Landespolizei, wurden einsatzbedingt leicht verletzt, blieben aber dienstfähig.
Im Bereich des Marktes verlief das Fanfest durchgehend friedlich. In der Spitze befanden sich etwa 2.000 Besucher beider Fanlager auf dem und um das Veranstaltungsgelände. Die Polizei blieb bis nach Mitternacht vor Ort und unterstützte bei Problemen mit den Polizisten aus England und Spanien. So wollten mit Geschäftsschluss einer Gaststätte am Markt etwa 300 Personen das Lokal nicht verlassen. Durch englische Polizisten erfolgte einen Ansprache, so dass hier schnell Ruhe einkehrte.
26. Mai | Einbruch in Geschäft – Tatverdächtige gefasst
Am Sonntag haben Polizeibeamte nach Zeugenhinweisen zwei tatverdächtige Männer im Barfußgässchen Leipziger Zentrum festnehmen können.
Die beiden Männer (46, 50, beide polnisch) wurden dabei beobachtet, wie sie zunächst über ein Fenster in ein Restaurant einstiegen und dort verschiedene Waren, unter anderem Lebensmittel, entwendeten. Zeugen informierten gegen halb fünf Uhr morgens die Polizei über den Notruf, woraufhin die Beamten die beiden Männer noch am Tatort stellen konnten. Alkoholvortests ergaben bei beiden Tatverdächtigen einen Wert von über 1,6 Promille. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig wurden die Tatverdächtigen vorläufig festgenommen und in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht. Von dort aus wurden sie am Pfingstmontag einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Leipzig vorgeführt, welcher den Haftbefehl für den 46-Jährigen in Vollzug setzte, da dieser bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Delikten aufgefallen war. Er wurde folglich in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Der 50-Jährige wurde entlassen. Gegen die Beiden wird nun wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls ermittelt.
24. Mai | Brand zerstört zwei PKW und mehr
In der Nacht von Freitag zu Samstag griff in Machern, Weststraße, ein Feuer auf einem Privatgrundstück um sich und verursachte hohen Schaden.
Aus noch ungeklärter Ursache geriet gegen 23:00 Uhr am Freitag ein Holzstapel am Rand eines Macherner Grundstücks in Brand. Das Feuer griff rasch auf die beiden vor dem Grundstück geparkten Pkw des Grundstückseigentümers über. Sie brannten vollständig aus. Weiterhin wurde durch das Feuer ein Geräteschuppen sowie die darüber verlaufende Telekommunikationsleitung beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Einfamilienhaus auf dem Grundstück war nicht betroffen. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Püchau, Machern und Gerichshain. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Schaden von circa 70.000 Euro. Die Kriminalpolizei forscht nun zur genauen Brandursache und wird dazu auch einen Brandursachenermittler einsetzen.
23. Mai | Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen
Gestern Abend kam es in Mockrehna, im Landkreis Nordsachsen, zu einer Auseinandersetzung zwischen circa 40 Personen zweier Gruppierungen, was den Einsatz zahlreicher Einsatzkräfte notwendig machte.
Kurz nach 18:00 Uhr wurde über das Lagezentrum der Polizeidirektion Leipzig bekannt, dass sich in Mockrehna, Reichsstraße, mehrere Personen, die zwei Gruppierungen angehörten, schlagen sollen. Auch hätten sie verschiedene Gegenstände wie Stöcke, Schaufeln und andere dabei. Da die Personenanzahl der dabei Beteiligten nach dem Eintreffen erster Einsatzkräfte weiter anstieg, wurden zur Unterstützung Kräfte umliegender Polizeireviere, der Inspektion Zentrale Dienste, der Bundespolizei und der Polizeidirektion Dresden hinzugezogen. So konnte die Situation vor Ort beruhigt werden.
Bis jetzt wurde bekannt, dass sieben Personen verletzt wurden. Davon mussten vier im Krankenhaus behandelt werden. Während der Personalienaufnahme aller Beteiligten vor Ort, die größtenteils aus Bulgarien, Tschechien und der Slowakei stammen, stellte sich heraus, dass ein 34-Jähriger per Haftbefehl gesucht wurde. Der gebürtig aus Montenegro stammende Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Weitere vier Personen wurden zur Durchsetzung von Platzverweisen vorübergehend in Gewahrsam genommen, sind aber inzwischen wieder entlassen worden.
In Zusammenhang mit den Geschehnissen wird nun wegen mehrerer Straftaten ermittelt, darunter wegen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Auch ist der Auslöser des Streits zwischen den Personen noch Bestandteil der laufenden Ermittlungen. Der Einsatz in Mockrehna zog sich bis nach Mitternacht hin.
22. Mai | Polizei suchte nach Vermisstem aus Borna - beendet
Am Freitag bat die Polizei Medien und Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach einem vermissten 14-Jährigen aus Zedtlitz. Er kehrte wohlbehalten nach Hause zurück und konnte dort angetroffen werden.
Die Polizeidirektion Leipzig bedankt sich bei den Medien sowie allen Bürgerinnen und Bürgern für die Unterstützung bei der Suche nach dem Vermissten. Mit der Beendigung dieser Öffentlichkeitsfahndung bitten wir auch um Löschung der in diesem Zusammenhang erzeugten Informationen, die persönliche Daten sowie Bilder des Vermissten beinhalten.
22. Mai | Polizei suchte nach Tatverdächtigem einer besonders schweren sexuellen Nötigung
In Medieninformation Nr. 176|26 suchte die Polizei nach einem Tatverdächtigen und Zeugen zu einem Sexualdelikt. Durch Zeugenhinweise konnte inzwischen ein Tatverdächtiger (33, deutsch) bekannt gemacht werden. Noch heute wird er einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen zum Fall dauern an.
Ergänzende Meldung:
Der Tatverdächtige wurde heute einem Haftrichter vorgeführt. Der setzte den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl in Vollzug. Daraufhin wurde der 33-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Polizeidirektion Leipzig bedankt sich bei den Medien sowie allen Bürgerinnen und Bürgern für die Unterstützung bei der Suche nach der Person. Mit der Beendigung dieser Öffentlichkeitsfahndung bitten wir auch um Löschung der in diesem Zusammenhang erzeugten Informationen, die persönliche Daten sowie Bilder des Tatverdächtigen beinhalten.