Polizeiticker Leipzig: Tatverdächtige zu Raubdelikten gestellt
Leipzig, Nordsachsen und Leipziger Land – aktuelle Meldungen und Medieninformationen der Polizeidirektion Leipzig
25. Februar: Tatverdächtige zu Raubdelikten gestellt – mögliche weitere Geschädigte gesucht
Am Abend des 7. Februar 2026 kam es gegenüber der Deutschen Nationalbibliothek zu einer Raubstraftat, worüber die Polizeidirektion Leipzig in der Medieninformation 43|26 berichtete. Nun konnten zwei Tatverdächtige ermittelt werden, wovon einer inzwischen in Untersuchungshaft sitzt.
Ein 21-jähriger Mann wurde nach einem Treffen mit einer 19-jährigen Frau an der Ecke Straße des 18. Oktober / Semmelweisstraße von einem unbekannten Mann angesprochen. Unvermittelt kamen vier weitere Personen hinzu und verletzten den jungen Mann mit körperlicher Gewalt. Ein Täter nahm dabei die Jacke des Mannes, durchsuchte diese und entnahm daraus ein Handy. Danach flüchteten die fünf Personen in Richtung Deutscher Platz.
Im Ergebnis umfangreicher Ermittlungen der Leipziger Kriminalpolizei konnten nun zwei Tatverdächtige (19, weiblich, deutsch und 21, männlich, serbisch) bekannt gemacht werden.
Aufgrund der Ermittlungsergebnisse wurde bei der Staatsanwaltschaft eine Wohnungsdurchsuchung beantragt und durch das Amtsgericht Leipzig erlassen. In der Wohnung konnten die beiden Tatverdächtigen angetroffen werden und wurden vorläufig festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen die Beschuldigten den Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts des Raubes und der Körperverletzung beantragt. Der Haftbefehl gegen den 21-Jährigen wurde durch den zuständigen Ermittlungsrichter bei dem Amtsgericht Leipzig am 21. Februar 2026 antragsgemäß erlassen und in Vollzug gesetzt. Der Beschuldigte wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an. Auch die 19-jährige Frau wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der anschließend den beantragten Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug setzte. Sie konnte daraufhin gehen.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen ist nicht auszuschließen, dass es weitere Geschädigte gibt, welche der Gruppierung zum Opfer gefallen sind. Dabei wurden Männer über Dating-Portale von einer jüngeren Frau angeschrieben und zu einem Treffen in Leipzig überredet. Hier kam es dann durch weitere männliche Täter zu einem Überfall auf die angeschriebenen Männer.
Diese werden gebeten, sich dringend bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.
Die Ermittlungen zu den Raubstraftaten dauern an.
24. Februar: Mit 130 km/h über die Agrabrücke
Ein Zivilfahrzeug der Polizei stellte gestern um die Mittagszeit einen Raser auf der B2 fest.
Montag um die Mittagszeit befanden sich Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Leipzig mit einem zivilen ProViDa- Fahrzeug (Proof Video Data System) auf der Bundesstraße 2 (B2), als ihnen ein Mercedes-Benz C 250 Kombi (bordeaux-metallic) auffiel. Der ProViDa ist ein Pkw mit einem eingebautem Kamerasystem zur Geschwindigkeitsmessung und Videoaufzeichnung zur Beweissicherung. Der Mercedes fuhr in stadteinwärtiger Richtung mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Die Beamten folgten dem Fahrzeug und konnten mehrere Geschwindigkeitsverstöße dokumentieren. Die höchste Überschreitung wurde auf der Agra-Brücke mit 134 km/h gemessen. Erlaubt sind hier im Baustellenbereich 50 km/h. Die Polizisten hielten den Pkw an und eröffneten dem Fahrer (43, rumänisch), dass er nach Abzug der Toleranz 84 km/h zu schnell war. Der 43-Jährige muss mit einem dreimonatigen Fahrverbot, 2 Punkten in Flensburg und 700 Euro Bußgeld rechnen. Aufgrund der Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung und der örtlichen Gegebenheiten (Baustellenbereich) kann die Bußgeldbehörde auch eine Verdoppelung des Bußgeldregelsatz verhängen, wenn sie erkennt, dass die Geschwindigkeitsüberschreitung vorsätzlich war.
23. Februar: Versuchter Autodiebstahl - Tatverdächtiger gestellt
Ein 24-Jähriger wurde in der Gottschedstraße am Sonntagmorgen von dem Nutzer eines BMW M2 dabei beobachtet, wie er versuchte, dass Auto zu entwenden. Der Nutzer des BMW wollte sein Fahrzeug verschließen, als er bemerkte, dass eine ihm nicht bekannte Person auf dem Fahrersitz saß. Der 24-Jährige (polnisch) wurde durch den Fahrer festgehalten und an die hinzugerufene Polizei übergeben. Die Beamten nahmen den 24-Jährigen nach Rücksprache mit der Leipziger Staatsanwaltschaft zunächst vorläufig fest und brachten ihn in das Zentrale Polizeigewahrsam, wo eine Blutentnahme mit ihm durchgeführt wurde, da ein Drogenvortest positiv auf Cannabis und Amphetamine reagiert hatte. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde die vorläufige Festnahme auf Anweisung der Staatsanwaltschaft aufgehoben und der Tatverdächtige entlassen. Die Ermittlungen wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls wurden aufgenommen.
20. Februar | Fahrkartenautomat am Technischen Rathaus gesprengt
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sprengten Unbekannte einen Fahrkartenautomat am Technischen Rathaus. Die beiden unbekannten Täter führten ein unbekanntes pyrotechnisches Erzeugnis in den Fahrkartenautomaten der Leipziger Verkehrsbetriebe ein. Durch die anschließende Explosion wurde der Automat an der Tram-Haltestelle komplett zerstört. Zudem wurden Teile des Automaten auf die Gleise geschleudert. Dadurch mussten mehrere Tramlinien umgeleitet werden. Der Sachschaden wurde mit circa 80.000 Euro beziffert. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion aufgenommen.
19. Februar | Mehrere Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte
Die Polizeidirektion Leipzig möchte erneut auf die Betrugsmasche "falscher Polizeibeamter" aufmerksam machen.
Am Mittwoch wurden im gesamten Bereich der Polizeidirektion Leipzig, vorrangig jedoch im Landkreis Leipzig, in mindestens 15 Fällen vorwiegend ältere Personen durch unbekannte Täter telefonisch kontaktiert. Diese gaben sich als Polizei aus, gaben an das es in der Umgebung zu Einbrüchen gekommen sei und nun die Wertgegenstände potenzieller Einbruchsopfer gesichert werden sollen. In allen bekannten Fällen erkannten die Angerufenen den Betrugsversuch und legten auf, ohne das es zu einem Vermögensschäden kam. Die Ermittlungen wurden in allen Fällen aufgenommen.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Kriminal- oder Polizeibeamte am Telefon niemals nach Bankdaten, Kontoständen oder Wertgegenständen im Haushalt fragen, niemals Geld fordern und auch niemals aus Ermittlungsakten Vernehmungen oder Zeugenaussagen vorlesen oder Gesprächsmitschnitte vorspielen. Beenden Sie solche Gespräche und rufen Sie die Polizei.