03.07.2026

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für den Freistaat Sachsen
© Polizei Sachsen

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) liefert gesammelte Daten zu polizeibekannten Straftaten. Neu: Der Kriminalitätsatlas für 2025 wurde veröffentlicht.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 im Überblick

Am 31. März 2026 hat Sachsens Innenminister Armin Schuster gemeinsam mit dem Präsidenten des Landeskriminalamtes Dirk Lichtenberger die PKS des Jahres 2025 für den Freistaat Sachsen vorgestellt.

Staatsminister Armin Schuster:
 »Sachsen ist ein Stück sicherer geworden, denn im Zehn-Jahresvergleich ist 2025 eines der besten Jahre. Natürlich fordern einzelne Schwerpunkte hohe Aufmerksamkeit. Die hohen Schäden durch Internetbetrug rufen jeden Einzelnen zu Vorsicht und Wachsamkeit bei fragwürdigen E-Mails oder Internetseiten auf. Die Zunahme schwerer Straftaten im Bereich der Asyl-Zuwanderer bestätigt unseren Kurs vor allem bei Mehrfach- und Intensivstraftätern in jedes Herkunftsland konsequent abzuschieben. Der hohe Anteil der Gewaltkriminalität bei Kindern und Jugendlichen bleibt präventive Aufgabe vieler gesellschaftlicher Kräfte weit über polizeiliche Maßnahmen hinaus und erfordert neue Justierungen im Jugendstrafrecht. Die politisch motivierten Straftaten verzeichnen einen erfreulichen Rückgang und bleibt Schwerpunkt der Ermittlungsbehörden.«

Polizeiliche Kriminalstatistik Sachsen 2025 – Kriminalitätsentwicklung (gesamt)
© Polizei Sachsen

Betrug im Internet eine der größten Herausforderungen

Staatsminister Armin Schuster: »Betrug im Internet ist eine der größten Herausforderungen. Fast alle Straftaten mit ausländischem oder ungeklärtem Tatort werden über das Internet begangen. Hier braucht es präventive Maßnahmen und die enge Zusammenarbeit mit Banken, Plattformen und der Bevölkerung. Wir werden die erfolgreiche Kampagne ›Schau genau hin!‹ in diesem Jahr wieder auflegen. Jeder Einzelne ist aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden.«

Polizeiliche Kriminalstatistik Sachsen2025 – Betrug im Internet
© Polizei Sachsen

Anstieg der Gewaltkriminalität bei Kindern und Jugendlichen

Staatsminister Armin Schuster: »Der hohe Anteil der Gewaltkriminalität unter Kindern und Jugendlichen fordert die Gesellschaft weit über die Möglichkeiten der Polizei. Ich unterstütze eine Initiative der sächsischen Justizministerin für eine Neujustierung des Jugendstrafrechts. Bei Heranwachsenden zwischen 18 und 21 Jahren sollten wir generell nach Erwachsenenstrafrecht urteilen. Es ist notwendig über Sanktionsmöglichkeiten auch für unter 14-Jährige nachzudenken. Generell halte ich bei einzelnen schweren Delikten die konsequente Ausschöpfung möglicher Strafrahmen des Jugendstrafrechts auch bei 14- bis 18-Jährigen für sinnvoll. Der Erziehungsgedanke des Jugendstrafrechts greift in vielen Fällen nicht mehr.«

Einordnung zur Zuwandererkriminalität

Staatsminister Armin Schuster: »Eine kleine Gruppe von Mehrfach- und Intensivstraftätern begeht einen Großteil aller Straftaten der Asyl-Zuwanderer. Wenn wir bei dieser Gruppe konsequent alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, leisten wir im Thema Integration viel für den gesellschaftlichen Frieden.«

Politisch motivierten Kriminalität auf hohem Niveau

Staatsminister Armin Schuster: »Die Zahl der politisch motivierten Straftaten bleibt auf hohem Niveau. Politisch motivierte Kriminalität aus dem rechten Lager bleibt ein Schwerpunkt der Polizei und Sicherheitsbehörden in Sachsen. Der Anstieg der Gewaltkriminalität im politisch linksmotivierten Bereich ist eine gefährliche Entwicklung und verlangt weiterhin intensive Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit.«
 

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 Sachsen wird von Innenminister Armin Schuster und LKA-Präsident Dirk Lichtenberger vorgestellt.
© SMI | Philipp Thomas

Kriminalitätsatlas 2025

Der Kriminalitätsatlas 2025 gibt einen Überblick über die Entwicklung der registrierten Kriminalität nach Kreisen des Freistaates Sachsen im Zeitraum 2021 bis 2025 sowie über die Kriminalitätsverteilung des Jahres 2025 auf die sächsischen Gemeinden.

Der Atlas wird dabei jährlich auf Grundlage der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erstellt. Ohne eine Wertung abzugeben, ermöglicht es diese Statistik, lokale Kriminalitätsschwerpunkte zu erkennen und regionale Zahlen direkt miteinander zu vergleichen.

Als einheitliches Maß für die Kriminalitätsbelastung in den Kreisen und Gemeinden wird die Häufigkeitszahl verwendet, ein Verhältnis zwischen Straftatenanfall und Bevölkerungszahl bezogen auf 100.000 Einwohner der jeweiligen Region. Berechnungsgrundlage dafür sind der Bevölkerungsstand vom 31. Dezember 2024 und der Gebietsstand vom 1. Januar 2025 auf Basis des Zensus vom 22. Mai 2022 (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen). Für die Berechnung der Häufigkeitszahl bei den Stadtteilen beziehen sich die Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2024 auf die Bevölkerung (Hauptwohnsitz) auf Basis von Regionaldaten (Quelle: Einwohnermelderegister).

Zu den am stärksten betroffenen Gebieten in Sachsen zählen neben den drei kreisfreien Städten (Leipzig, Dresden, Chemnitz) vor allem das Umfeld von Leipzig und Dresden, Gemeinden mit Stadtstatus und einzelne Grenzregionen. Demgegenüber gibt es aber auch zahlreiche Gebiete mit einer geringen Kriminalitätsbelastung.

Den vollständigen Kriminalitätsatlas 2025 finden Sie hier:

Der Kriminalitätsatlas des Freistaates Sachsen – Zahlen, Bilder und Fakten

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