Das SIPS
Das Sächsische Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS) wurde im Dezember 2019 als interdisziplinäres Forschungsinstitut an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) gegründet, um das Forschungsprofil der Hochschule nachhaltig zu stärken. Das SIPS fungiert als gemeinsames Dach für anwendungsorientierte Forschung mit Polizei- und Sicherheitsbezug an der Hochschule.
Die wissenschaftlichen Aktivitäten des SIPS erstrecken sich auf drei Bereiche: Seine Hauptaufgabe liegt in interdisziplinärer, empirisch ausgerichteter und multimethodischer anwendungsorientierter Forschung. Die Forschungsprojekte des SIPS erstrecken sich dabei auf drei Bereiche: »objektive« und subjektive Sicherheit, Polizei und Gesellschaft, demokratische Polizei. Zweitens bietet das Institut wissenschaftliche Dienstleistungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben an, insbesondere für die Polizei Sachsen. Diese Leistungen reichen von wissenschaftlicher Beratung über die Begleitung von Praxisprojekten bis hin zu Evaluationsstudien. Drittens betätigt sich das SIPS auf dem Feld der Forschungsförderung für interne und externe Forschungsprojekte. Diese Förderung kann von der fachlichen Beratung über operative Unterstützung bis hin zu finanziellen Ressourcen reichen.
Hinzu kommen die Querschnittsaufgaben des SIPS: einesteils die Erhöhung der Sichtbarkeit und Vernetzung des eigenen Wissenschaftsstandorts, andernteils der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die polizeiliche Ausbildung sowie Praxis. Hierfür veröffentlicht das Team des SIPS seine Arbeit in eigenen Publikationen, präsentiert auf polizeiinternen Veranstaltungen, in öffentlichen Vorträgen und bei internationalen wissenschaftlichen Tagungen, beteiligt sich an Aufbau und Pflege von Netzwerken der Sicherheits- und Polizeiforschung im deutschsprachigen Raum, richtet die polizeiöffentliche Vortragsreihe »Polizei trifft Wissenschaft« sowie das Diskussionsformat »SIPS im Diskurs« aus und fungiert als Herausgeber der Schriftenreihe »Rothenburger Beiträge zur Polizei- und Sicherheitsforschung«.
Das Selbstverständnis des SIPS folgt dabei dem Leitmotiv einer konstruktiv-kritischen Reflexionsinstanz der Polizei. Die besondere Stellung als »eingebettetes Forschungsinstitut« – in die Organisation Polizei integriert, aber qua Gesetz und Ausstattung in seiner wissenschaftlichen Arbeit unabhängig – erlaubt es dem SIPS, einen verständigen Innenblick auf Sicherheitspolitik und Polizei mit einer konstruktiv-kritischen Haltung zu verbinden. Aus dieser Position heraus verfolgt das SIPS ein doppeltes Ziel: Mit seiner Forschung will es zum kumulative wissenschaftlichen Erkenntnisprozess auf seinen Forschungsfeldern beitragen und die wissenschaftliche Fundierung der Polizeiarbeit sowie der polizeilichen Ausbildung im Freistaat.