12.08.2026, 12:00 Uhr

Sicher zur Schule – So machen Sie Ihr Kind fit für den Schulweg

Einleitungsbild Schule hat begonnen
© Polizei Sachsen

Ein sicherer Schulweg will gelernt sein. Mit etwas Vorbereitung und regelmäßigem Üben können Eltern ihr Kind dabei unterstützen, sicher zur Schule und wieder nach Hause zu kommen. Egal ob per Bus, Fahrrad oder zu Fuß.

Am 17. August 2026 startet in Sachsen das neue Schuljahr. Für viele Kinder beginnt damit ein neuer Alltag – besonders für Erstklässler. Aber auch Schülerinnen und Schüler, die auf eine weiterführende Schule wechseln, müssen sich häufig an einen neuen Schulweg gewöhnen.

Gerade in den ersten Schulwochen ist auf Sachsens Straßen besondere Aufmerksamkeit gefragt. Kinder nehmen den Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten oft noch nicht richtig einschätzen, handeln spontan und lassen sich schnell ablenken. Die Aufregung über den Schulstart oder Gespräche mit Freunden können dafür sorgen, dass der Straßenverkehr kurzzeitig in den Hintergrund rückt.

Ein sicherer Schulweg beginnt deshalb nicht erst an der Haustür, sondern mit einer guten Vorbereitung durch die Eltern.

Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern

Die Verkehrsunfallstatistik zeigt, dass Kinder weiterhin zu den Hauptrisikogruppen im Straßenverkehr gehören.

Im Jahr 2025 verunglückten in Sachsen 1.167 Kinder im Alter bis 14 Jahre bei Verkehrsunfällen. Damit ging die Zahl zwar gegenüber dem Vorjahr zurück (2024: 1.248), dennoch wurden zwei Kinder tödlich verletzt.

Die meisten verunglückten Kinder waren

  • als Radfahrer unterwegs (406),
  • Mitfahrer in Kraftfahrzeugen (362)
  • sowie Fußgänger (288).

Diese Zahlen verdeutlichen: Sicheres Verhalten im Straßenverkehr ist wichtig und muss gelernt sowie geübt werden.

So bereiten Sie Ihr Kind auf den Schulweg vor

Den Schulweg sollten Kinder bereits vor dem ersten Schultag kennenlernen. Je vertrauter Kinder mit ihrem Weg sind, desto sicherer bewegen sie sich im Straßenverkehr.

Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der sicherste. Wählen Sie möglichst Strecken mit Gehwegen, Fußgängerüberwegen oder Ampeln. Auch wenn dadurch ein kleiner Umweg entsteht.

Gehen Sie den Schulweg mehrfach gemeinsam ab und erklären Sie typische Gefahrenstellen. Lassen Sie Ihr Kind später selbst den Weg führen und erläutern, worauf es achten sollte. So erkennen Sie, ob die wichtigsten Regeln verstanden wurden.

Begleiten Sie Ihr Kind so lange, bis es den Schulweg sicher bewältigt. Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell. Nehmen Sie sich also die notwendige Zeit.

Das sollten Kinder im Straßenverkehr wissen

Kinder sollten früh lernen,

  • dass Straßen keine Spielplätze sind
  • Straßen nur an geeigneten Stellen wie Fußgängerüberwegen oder Ampeln zu überqueren
  • Blickkontakt mit Autofahrern aufzunehmen
  • zwischen parkenden Fahrzeugen oder hinter Hecken besonders vorsichtig zu sein
  • sich ausreichend Zeit für den Schulweg zu nehmen und nicht zu rennen.

Ebenso wichtig ist gut sichtbare Kleidung. Reflektierende Elemente an Kleidung oder Schulranzen erhöhen besonders in den Morgenstunden die Sichtbarkeit deutlich.

Mit Bus, Auto oder Fahrrad unterwegs

Mit Bus und Bahn

Wer den Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt, sollte wissen, wie man sich an Haltestellen sowie beim Ein- und Aussteigen sicher verhält. Besonders an Bushaltestellen ist Aufmerksamkeit gefragt.

Mit dem Auto

Auch auf kurzen Strecken gilt: Kinder müssen immer ordnungsgemäß gesichert werden. Lassen Sie Ihr Kind möglichst auf der Gehwegseite aussteigen und vermeiden Sie gefährliche Haltemanöver direkt vor der Schule. Falsch abgestellte Fahrzeuge können anderen Kindern die Sicht nehmen und so gefährliche Situationen verursachen.

Mit dem Fahrrad

Kinder sollten erst nach der Radfahrausbildung im Verkehrsunterricht allein mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen. Das Fahren mit dem Fahrrad erfordert deutlich mehr Übersicht und Reaktionsvermögen als das Gehen zu Fuß.

Kinder lernen durch Vorbilder

Eltern prägen das Verhalten ihrer Kinder entscheidend. Wer selbst bei Rot über die Straße geht, das Handy während des Laufens nutzt oder Verkehrsregeln missachtet, vermittelt unbewusst falsche Verhaltensweisen.

Gehen Sie deshalb mit gutem Beispiel voran: Ihr Verhalten im Straßenverkehr ist die wichtigste Verkehrserziehung.

Unterstützung für Eltern und pädagogische Fachkräfte

Die Polizei Sachsen unterstützt Kindertagesstätten, Schulen und Eltern mit verschiedenen Materialien zur Verkehrserziehung.

Der Elternflyer „Sicher auf dem Schulweg – Sicher in der Freizeit“ kann von sächsischen Kindertagesstätten und Grundschulen kostenfrei über den Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung bestellt werden.

Darüber hinaus finden Eltern sowie pädagogische Fachkräfte auf der Internetseite von POLDI zahlreiche Angebote rund um das Thema Straßenverkehr, zum Beispiel Videos, Hörgeschichten, Spiele und weitere Materialien zum Mitmachen.

Hier geht’s zu POLDI: https://poldi.sachsen.de/de/

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