Europäischer Datenschutztag 2026 - unsere Tipps für sichere Daten
Zum Europäischen Datenschutztag am 28. Januar 2026 warnt die Polizei Sachsen vor Betrug, Identitätsdiebstahl und finanziellen Schäden. Ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten schützt vor Risiken.
Der im Jahr 2006 vom Europarat ins Leben gerufene Aktionstag soll das Bewusstsein für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Informationen stärken. Hintergrund ist die stark zunehmende elektronische Datenverarbeitung in nahezu allen Lebensbereichen. Immer wieder sorgen Datenschutzskandale für Schlagzeilen und Millionen von Passwörtern sind im Internet frei zugänglich. Datenschutz ist damit eines der drängendsten Themen und betrifft gleichermaßen Unternehmen wie auch Privatpersonen.
Im digitalen Raum sind zahlreiche Delikte zu verzeichnen, die auf riskantes Nutzerverhalten und einen nachlässigen Umgang mit persönlichen Daten zurückzuführen sind. Dazu zählen gehackte Konten, gestohlene Kreditkarteninformationen, der Missbrauch persönlicher Angaben, Phishing-Nachrichten, gefälschte Online-Shops sowie betrügerische Anrufe.
Die Folgen solcher Delikte sind für Betroffene oft gravierend. Identitätsdiebstahl ermöglicht den Missbrauch von Daten wie Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer oder Ausweisnummer und kann zu unberechtigten Online-Käufen im Namen der Geschädigten führen. Neben finanziellen Schäden entstehen häufig ein erheblicher Zeitaufwand zur Klärung der Vorfälle sowie psychische Belastungen.
Ein gefährlicher Trend der Sorglosigkeit zeigt sich insbesondere durch unsichere Passwörter, die Nutzung unsicherer Verbindungen, das Speichern von Daten auf unsicheren Plattformen und unzureichende Datenschutzmaßnahmen.
Schritt für Schritt zu mehr Datensicherheit – wichtige Handlungsempfehlungen Ihrer Polizei:
1. Starke Passwörter und Zugangsschutz
- Verwenden Sie für jeden Dienst ein eigenes, sicheres Passwort mit mindestens zwölf Zeichen aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
- Nutzen Sie einen Passwort-Manager zur sicheren Verwaltung Ihrer Zugangsdaten.
- Aktivieren Sie, wo möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (Passwort plus Code per App oder SMS).
- Verwenden Sie nach Möglichkeit anonymisierte oder pseudonymisierte Namen anstelle Ihres Klarnamens.
2. Vorsicht bei Nachrichten und Anrufen
- Geben Sie keine sensiblen Daten (Passwörter, TANs) per E-Mail, SMS oder Telefon weiter.
- Beachten Sie, dass weder Banken noch Polizei solche Daten abfragen.
- Öffnen Sie keine Anwendung aus einer E-Mail heraus, sondern immer über den Browser oder in der Original-App (PayPal, Amazon). Beachten Sie dabei, dass Phishing-Nachrichten täuschend echt aussehen können.
- Beenden Sie im Zweifel das Gespräch und kontaktieren Sie den Anbieter selbst über bekannte Kontaktdaten.
3. Sicheres Surfen im Internet
- Achten Sie auf die korrekte Webadresse und eine verschlüsselte Verbindung (https://).
- Öffnen Sie keine unbekannten Links oder Dateianhänge.
- Geben Sie persönliche Daten nur auf vertrauenswürdigen Seiten ein.
- Halten Sie Betriebssysteme und Apps durch regelmäßige Updates aktuell.
4. Datenschutz in sozialen Medien
- Prüfen und optimieren Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig.
- Veröffentlichen Sie keine sensiblen Informationen, wie Ihren Aufenthaltsort.
- Akzeptieren Sie keine Kontakt- oder Freundschaftsanfragen von unbekannten Personen.
5. Absicherung von Geräten
- Schützen Sie Ihre Endgeräte mit einer Bildschirmsperre (PIN, Passwort oder biometrische Verfahren).
- Installieren und pflegen Sie Antiviren- und Firewall-Programme.
6. Nutzung öffentlicher Netzwerke
- Verwenden Sie nach Möglichkeit nur vertrauenswürdige, gesicherte WLAN-Hotspots.
- Führen Sie über öffentliche Netzwerke keine sensiblen Transaktionen durch.
- Nutzen Sie bei Bedarf ein VPN, um Ihre Verbindung zusätzlich zu verschlüsseln.
Was tun im Schadensfall?
- Handeln Sie umgehend, um weiteren Schaden zu vermeiden.
- Ändern Sie sofort alle betroffenen Passwörter und überprüfen Sie Ihre Zugänge.
- Sperren Sie unverzüglich Ihre Konten, Geräte und Zugänge bei Verlust oder Diebstahl.
- Informieren Sie Ihre Bank und alle weiteren betroffenen Dienste oder Anbieter.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, insbesondere bei Betrug, Diebstahl oder Identitätsmissbrauch.
- Bei Identitätsdiebstahl sollten Sie zusätzlich die SCHUFA informieren, um sich vor weiterem Missbrauch zu schützen.
Weitere Informationen zum Thema Datenschutz finden Sie hier: