Call for Papers: Interbehördliche Kooperation 2026 – »Staat und Verwaltung unter Druck«

Die Konferenz »Interbehördliche Kooperation 2026« lädt unter dem Motto »Staat und Verwaltung unter Druck« dazu ein, bis zum 30. April 2026 Beiträge zu den Herausforderungen und Lösungsansätzen moderner Verwaltungstransformation einzureichen.

Nachdem das Sächsische Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS) und das Sächsische Institut für Verwaltungsinnovation Meißen (SIVIM) – die Forschungsinstitute der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) sowie der Hochschule Meißen (FH) und Fortbildungszentrum – im Jahr 2024 erstmals die Forschungskonferenz »Interbehördliche Kooperation (IBK)« ins Leben gerufen haben, wird die Konferenzreihe 2026 fortgeführt.

Die nächste Tagung »Interbehördliche Kooperation 2026 – Staat und Verwaltung unter Druck« findet am 5. und 6. November 2026 wieder auf dem Campus der Hochschule Meißen (FH) statt. Mit diesem Beitrag möchten wir auf den Call for Papers zur IBK 2026 aufmerksam machen.

Staat und Verwaltung geraten zunehmend unter Wandlungsdruck. Zum einen zwingen die Haushaltsrealität und der demographische Wandel administrative Strukturen zu Veränderungen, um handlungsfähig zu bleiben. Zum anderen muss sich der Staat an soziale Veränderungen anpassen: Immer mehr Menschen zweifeln an seiner Problemlösungskapazität oder fordern seinen Anspruch auf Gewaltmonopol und Herrschaft gar grundsätzlich heraus. Diese drängenden Veränderungsimpulse treffen in vielen Behörden auf eine Verwaltungs- und Führungskultur, die eine zukunftsorientierte Organisationsentwicklung erschwert und verlangsamt.

Ziel der IBK 2026 ist es, die daraus resultierenden Herausforderungen besser zu verstehen und Konzepte zu deren Bewältigung zu besprechen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Bedeutung von Zusammenarbeit in und zwischen Behörden – etwa in der Form des Erfahrungsaustauschs, der kooperativen Konzeptentwicklung oder der gemeinsamen Ausgestaltung von Reformprozessen. »Best Practices« sollen dabei ebenso betrachtet werden wie Fehlschläge und bisher ungelöste Probleme.

Im Einzelnen wendet sich die IBK 2026 folgenden Themenbereichen zu:

  • Behörden unter Transformationsdruck: staatliche Handlungsfähigkeit zwischen Vertrauens-verlust, Haushaltsrealität, Demographie, Digitalisierung und Leistungsversprechen
  • Staat unter gesellschaftlichem Druck: Angriffe auf Staatsbedienstete; Herausforderung des Staates durch Reichsbürger und Extremisten; bürgernahe Sicherheitsproduktion (‚Community Policing‘); behördlicher und polizeilicher Umgang mit vulnerablen Minderheiten und psychisch Kranken sowie mit Banden- und Jugendkriminalität
  • Change-Management und digitale Transformation in Behörden: Organisationsentwicklung zwischen Reformdruck, etablierten Abläufen und einer auf Beharrung angelegten Verwaltungskultur in Zeiten des digitalen Wandels

Die IBK 2026 soll den Raum dafür schaffen, die Herausforderungen und Chancen der inner- und inter-behördlichen Zusammenarbeit in der ganzen Breite und Vielfalt offenzulegen. Willkommen sind thematisch passende Beiträge aus allen beteiligten Disziplinen von der Verwaltungswissenschaft über Psychologie, Sozial- und Rechtswissenschaft bis hin zur Verwaltungsinformatik.

Wir freuen uns auf die Einreichung Ihrer Beitragsvorschläge im Umfang von maximal 500 Wörtern bis zum 30. April 2026 per E-Mail unter: sivim@hsf.sachsen.de oder polfh.sips@polizei.sachsen.de
 

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